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Crytek über Playstation 4 Neo: “Ein fantastisches System”

von Christian Steiner22. August 2016

Auf der Gamescom hatte ich Gelegenheit mit Elijah Freeman zu sprechen. Er ist Executive Producer bei Crytek und maßgeblich an der Entwicklung von Robinson: The Journey beteiligt.

VRODO: Hallo Elijah, danke für Deine Zeit. Mich hat eure Robinson-Demo echt umgehauen. Wie habt ihr es geschafft, aus einer so alten Hardware ein so schönes Gesamtbild herauszukitzeln?

Elijah Freeman: Der Vorteil bei Konsolen ist, war und bleibt immer die verlässliche Hardwarestruktur. Unser Team kann sich bei allen Projekten darauf verlassen und kennt sich mittlerweile sehr gut damit aus. Bei jeder Entwicklung wächst die Expertise. Bei der PC-Entwicklung ändern sich die Rahmenbedingungen viel häufiger.

Die Demo, die du gerade gesehen hast, läuft mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde, die auf 120 FPS rückprojiziert werden. Das war ein langer Weg, aber wir haben nicht aufgegeben und unsere Partnerschaft mit Sony hat uns dabei geholfen, diesen Punkt zu erreichen.

VRODO: Du sprichst von einer konstanten Hardwarestuktur und den Vorteilen gleichbleibender Entwicklungsumgebungen. Habt ihr schon Erfahrungen mit der Playstation 4 Neo sammeln können?

Elijah Freeman: Neo ist ein fantastisches System. Ich darf, wie du sicher verstehst, nicht viel dazu sagen, aber nach der Ankündigung werden die Leute verstehen, welchen Weg Sony einschlagen möchte. Wenn dir Robinson auf der aktuellen Hardware gefallen hat, stell Dir vor, was mit mehr Leistung möglich ist.

VRODO: Wie lief die Entwicklung von Robinson: The Journey für Playstation VR ab?

Elijah Freeman: *lacht* Ich weiß, was du meinst. Es war etwas völlig Neues. Crytek ist – mit wenigen Ausnahmen – eine Shooter-Schmiede und wir alle mussten etwas umdenken bei einem Spiel, das sich in erster Linie mit Exploration in Virtual Reality beschäftigt.

Aber die Arbeit bisher und auch in Zukunft ist fantastisch. Die Ruhe, die diese Art von Gameplay mit sich bringt und die Möglichkeiten des immersiven Storytellings sind enorm. Wir können uns auf Details konzentrieren, die in einem Shooter vielleicht keine Rolle spielen würden.

Am interessantesten ist für mich die Frage der Nutzerführung in VR. Daher haben wir den kleinen Freund integriert, der dich gerade begleitet hat. Es ist eine schöne Art dem User zu sagen, “Hey, hier passiert etwas” ohne auf Einblendungen im Display oder Ähnliches zurückgreifen zu müssen. Wir haben noch viele Ideen in dieser Richtung und ich freue mich auf erste Berichte von Nutzern und Meinungen.

VRODO: Der Name ist nicht von ungefähr an Robinson Crusoe angelehnt, nehme ich an. Was erwartet den Spieler?

Elijah Freeman: Genau. Robinson Crusoe strandet auf einer einsamen Insel. So geht es auch unserem Hauptcharakter. Er ist einer von vielen Weltraumreisenden, die auf der Suche nach einer neuen Möglichkeit zur Kolonialisierung eines Planeten für die Menschheit sind. Bisher gab es kaum Erfolge.

Die Handlung beginnt mit dem Absturz auf dem unbekannten Planeten und dort startet die Erkundungsreise. Robinson macht sich an die Ursachenforschung für den Absturz und natürlich besteht die Hoffnung, auf weitere Überlebende zu treffen. Und ein paar Bedrohungen gibt es auch.

VRODO: Wird Robinson ein Vollpreistitel oder gehört das Spiel in die Nische für “VR-Erfahrungen”, die alles und nichts sein können?

Elijah Freeman: Robinson wird ein Vollpreistitel mit Wiederspielwert. Ein einmaliger Durchlauf, in dem sich die Spieler keine Zeit lassen, liegt bei circa vier intensiven Stunden. Wer aber jeden Winkel erforschen und alle Geheimnisse des Absturzes aufdecken will, wird etwas länger oder mehrere Durchläufe benötigen.

VRODO: Wird Robinson ausschließlich auf Erkundung setzen oder gibt es auch Elemente, die noch nicht gezeigt wurden?

Elijah Freeman: Wir haben bei “The Climb” viel über Gameplay in Virtual Reality gelernt. Aber mit Robinson treiben wir es ein Stück weiter. Lass Dich überraschen.

| Featured Image: Crytek