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Darum sollte man 2016 eine Virtual-Reality-Brille kaufen

von Carolin Albrand20. Januar 2016

Drei gute Gründe, warum man sich in diesem Jahr keine VR-Brille anschaffen sollte, haben wir schon aufgezählt. Allerdings gibt es auch sehr gute Argumente, warum man sich unbedingt eine VR-Brille kaufen sollte. Wir schlagen drei vor, die besonders wichtig sind.

1. Seid Pioniere!

Wie oft hat man Gelegenheit dabei zu sein, wenn ein neues Medium entsteht? Buch? Lange vorbei. Radio? Vorbei. TV? Vorbei. Internet? Nur für einige von uns. Alltäglich ist es definitiv nicht. Noch dazu ist Virtual Reality nicht irgendein Medium. Es ist das ultimative Medium, das, bei dem das Medium selbst verschwindet. Anstatt eine Welt nur von außen zu betrachten, wird man Teil davon – egal ob Film, Spiel oder Arbeit. Alles, was den Zuschauer vom Erlebnis trennt, verschwindet. Die Mattscheibe hat ausgesorgt.

Wenn die Theorie auch in der Praxis funktioniert, dann wäre VR der Anfang eines medialen Umbruchs, ähnlich der Erfindung des Buchdrucks oder des Bewegtbilds. Denn sowohl Medienangebot als auch -konsum würden sich grundlegend verändern und gesellschaftliche Auswirkungen wären spürbar, wenn Nähe plötzlich auch über Distanz entsteht. Allein die Möglichkeit, diese Entwicklung von Anfang an mitzuerleben, Teil der Community zu sein und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, ist Zeit und Geld schon wert.

2. VR-Brillen sind teuer, ja, aber das Geld sind sie wert

Oculus Rift und Co. sind zwar hochpreisige Luxusgüter, allerdings vertreiben die Hersteller sie mit geringen Gewinnmargen oder subventionieren die Hardware sogar. VR-Brillen sind in der Herstellung einfach noch sehr teuer – es ist neue Hochtechnologie, kein Produkt von der Stange. Außerdem gilt: “Put your money where your mouth is.” Wer sich für das Thema begeistert und will, dass Virtual Reality ein Erfolg wird, der muss die werdende Industrie eben auch finanziell unterstützen. Das geht nur, indem man das bezahlt, was VR 2016 eben kostet. Nur so bildet man die Grundlage, um Technologie und Inhalte weiter zu verbessern. Für all die Entwickler und Medienschaffenden, die im gerade entstehenden VR-Markt Fuß fassen wollen, sind die neuen VR-Brillen ohnehin ein Pflichtkauf.

3. Virtual Reality macht Spaß

Es stimmt, dass es noch nicht viele Inhalte für Virtual Reality gibt, und noch weniger Inhalte, die auf ganzer Linie überzeugen. Das wird sich kurzfristig auch nicht ändern. VR-Videos leiden unter der mäßigen Bildqualität und mangelnder Interaktion, etablierte Spielekonzepte im neuen Medium existieren noch nicht, wirklich nützliche Apps für Kommunikation, Büro und soziale Erlebnisse sind ebenfalls Mangelware. In der Hauptsache gibt es nur Ansätze, keine ausgereiften Produkte. Völlig ungewiss ist beispielsweise auch, ob das Raum-Tracking von HTC Vive sich im Alltag überhaupt als sinnvoll erweist.

Aber genau das ist der Punkt: Teil des VR-Entertainments in 2016 ist es, auszuprobieren und zu experimentieren, anstatt nur die x-te Fortsetzung eines bekannten Formats in etablierten Medien wiederzukäuen. Dabei darf man sich nicht an gewohnten Inhalten orientieren, sondern muss seine Nutzungsgewohnheiten anpassen und völlig neuen Ideen und Ansätzen offen gegenüberstehen – dafür wird man im Optimalfall mit einem immersiven Unterhaltungserlebnis belohnt, das es nur mit VR-Brille gibt.

Nicht überzeugt? Immer noch skeptisch, weil Virtual Reality zu teuer oder ein möglicher Flop ist? Dann wollt ihr vielleicht lieber drei gute Gründe lesen, warum ihr in diesem Jahr keine Virtual-Reality-Brille kaufen solltet – auch die gibt es, bitte hier entlang.