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Daydream View: Google legt Wert auf hochwertige VR-Inhalte

von Matthias Bastian11. Oktober 2016

Anfang Oktober enthüllte Google die VR-Brille Daydream View samt der neuen Pixel-Smartphones, die erstmals die technischen Rahmenbedingungen für Daydream erfüllen. Doch was ist mit den Inhalten?

Direkt zum Launch im November möchte Google mit hochwertigen VR-Inhalten punkten, die gemeinsam mit Partnern wie Disney oder den Produzenten rund um J.K. Rowling erstellt wurden. Google griff tief in die eigene Tasche und finanzierte zahlreiche Videos und Spiele vorab, um zum Marktstart brauchbare Inhalte im Portfolio zu haben.

Dieser Schritt war notwendig: Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sucht man echte App-Perlen bei Android VR vergebens. Der mobile Marktplatz wird dominiert von Low-Budget-Produktionen von unabhängigen Programmierern und kleinen Entwicklerstudios. Während Oculus VR bei Gear VR etwas strenger aussortiert, ist Googles Play Store für VR-Anwendungen randvoll mit qualitativ grenzwertiger Software.

“Wir suchen nach Spielen, die einfach sind und die Menschen aus allen Altersgruppen starten und nutzen können”, sagt Jamil Moledina auf der Casual Connect Entwicklerkonferenz. Moledina verantwortet bei Google die Spielesparte für den Play Store.

Im Unterschied zu Cardboard und anderen VR-Systemen wolle Google mit Daydream nicht nur Demos und experimentelle Anwendungen anbieten, sondern ausgereifte Produkte. Man suche nach besonders einnehmenden und episodischen Inhalten, die das Publikum dazu motivieren, die VR-Brille regelmäßig aufzuziehen – bis Virtual Reality irgendwann zu einer Gewohnheit werde.

Entwickler sollen den Bewegungscontroller einsetzen

Besonderen Wert legt Google darauf, dass der neue Bewegungscontroller sinnvoll in die App integriert wird. Die kleine Fernbedienung ist das Alleinstellungsmerkmal der Daydream-Plattform im mobilen VR-Bereich. “Bei VR-Systemen ohne Bewegungscontroller bricht das Interface die Illusion”, sagt Moledina. Das dürfte ein Seitenhieb gegen Samsungs Gear VR sein; die VR-Brille hat nur ein einfaches Touchpad im Gehäuse integriert.

VR-Entwicklern mit einer fertigen Anwendung oder einem Prototyp empfiehlt Moledina, dass sie ihre App direkt beim Daydream-Team einreichen. Dafür bietet das Unternehmen eigens ein Formular an. Das Team würde sich mit jeder Einsendung beschäftigen und Feedback geben. Besonders gute Inhalte hätten die Chance, auf der Startseite des Stores angezeigt zu werden.

| Featured Image: Google