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Die Filme der Zukunft wird man per Virtual Reality betreten können

von Tomislav Bezmalinovic4. Oktober 2017

Neill Blomkamp schuf Filme wie “District 9”, “Elysium” und “Chappie”. Das neueste Projekt des 38-jährigen Regisseurs sind fotorealistische CGI-Filme, die auf Basis von Unity hergestellt werden. Da sie mit Hilfe einer Spiel-Engine produziert und in Echtzeit gerendert werden, kann man die Filme in der Virtual Reality betreten.

Im Sommer 2016 veröffentlichte Unity den CGI-Film Adam. Mit dem Projekt wollte das Unternehmen zeigen, dass man mit der hauseigenen Spiel-Engine fotorealistische Animationfilme schaffen kann. Blomkamp war von dem Film beeindruckt und willigte ein, zwei Fortsetzungen zu produzieren. Die erste dieser Fortsetzungen hört auf den Namen “Adam: The Mirror” und wurde gestern auf Youtube veröffentlicht (siehe Video untenAlle Beiträge).

Für Blomkamp geht mit Unity ein Kindheitstraum in Erfüllung. Das Programm sei wie ein virtueller Sandkasten, der es ihm erlaubt, in kurzer Zeit fotorealistische Filmsets zu bauen, anzupassen und in Echtzeit zu drehen, ohne auf das Ergebnis des Rendervorgangs warten zu müssen. “Wir können die Garderobe oder die Charaktere auswechseln oder die Tageszeit ändern. Wir können es Nacht werden lassen und sofort aufnehmen”, sagt Blomkamp gegenüber Mashable.

An der Schnittstelle von Spiel und Film

Der Regisseur glaubt, dass diese Art von Filmproduktion das Kino revolutionieren wird: “Das ist die Zukunft des filmischen Geschichtenerzählens. Die Menschen assozieren sie mit Computerspielen, aber sie bewegt sich in Richtung Kino”, meint Blomkamp. Für die Erstellung der Filmschauplätze setzten sie ebenfalls ein modernes Verfahren ein: die Fotogrammetrie. Das Team schoss mehr als 35.000 Fotos realer Umgebungen und nähte sie mit speziellen Programmen zu dreidimensionalen digitalen Filmsets zusammen.

Da die Filme in Echtzeit in Unity produziert werden, sind sie mit der VR-Brille kompatibel: “Man braucht nur ein paar Mal klicken und der Film kann an eine VR-Brille ausgegeben werden. Er läuft mit 30 Bildern pro Sekunden. Für Virtual Reality bräuchten wir mindestens 60, also müssten wir ein paar Kompromisse eingehen. Aber im Grunde kann man ihn sich vollständig in der Virtual Reality ansehen.”

Adam handelt von einem Roboter, der in einer dystopischen Zukunft erwacht, sein Gedächtnis verloren hat und herausfinden muss, was passiert ist. Die Fortsetzung hört auf den Namen “Adam: The Prophet”. Wann sie erscheint, ist nicht bekannt.

| Featured Image: Oats Studios | Source: Mashable

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