Unter den zahlreichen VR-Weltpremieren des Tribeca Film Festivals war auch “Testimony” zu finden, in der Opfer sexueller Übergriffe von ihren traumatischen Erlebnissen erzählen.

In Testimony findet man sich inmitten eines Kreises Betroffener wieder, die in eigenen Worten davon berichten, was ihnen zugestossen ist. Wendet man sich einer der Personen zu, fangen diese zu erzählen. Jeder Bericht teilt sich in mehrere Abschnitte auf, sodass man Teile der Erzählung überspringen kann, wenn sie einem zu nahe gehen.

Testimony unterläuft die üblichen Erwartungen an eine VR-Erfahrung, weil sie den Zuschauer nicht in eine fantastische virtuelle Welt versetzt, sondern auf nüchterne und sachliche Art mit der Realität sexueller Gewalt konfrontiert. Indem sie diese Gewalt nicht zeigt, sondern nur von ihr erzählt, zwingt sie den Zuhörer, sich das Geschehene vorzustellen. Dadurch geht die VR-Erfahrung besonders tief unter die Haut.

Zusammengenommen sprechen die sechs Personen rund 45 Minuten. Mit Testimony möchte die New Yorker Künstlerin Zohar Kfir, die selbst Opfer sexueller Gewalt wurde, Betroffenen Mut machen und sie dazu bewegen, selbst über das Erlebte zu sprechen. Zu diesem Zweck hat sie eine Internetplattform ins Leben gerufen, die Betroffene nutzen können, um ihre Geschichten zu teilen.

Wann und auf welchen VR-Plattformen die Erfahrung zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt.

| Featured Image: Zohar Kfir / Kaleidoscope | Source: Engadget

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