Hydrus VR ermöglicht professionelle Unterwasseraufnahmen in 3D und mit bis zu 8K. Sie ist optimiert für die dunkle Meeresumgebung.

Die 360-Videos filmt Hydrus VR mit insgesamt zehn Kameras. Acht davon sind horizontal angeordnet, jeweils eine filmt nach oben und nach unten. Verbaut wird Sonys Profikamera UMC-S3CA mit SLR-Magic-Linsen. Das System ist optimiert für Aufnahmen in dunklen Umgebungen, in denen das menschliche Auge fast nichts mehr sieht (0.004 lux, ISO 100–102.400, erweiterbar auf 409.600).

Bei der Auflösung bietet Hydrus VR drei Modi: 8.192 mal 4.096 Bildpunkte bei 30 Bildern pro Sekunde, 4.096 mal 2.160 Bildpunkte bei 120 Bildern pro Sekunde oder – besonders wichtig für die VR-Brille – 4K-Aufnahmen in stereoskopischem 3D.

Die Kamera wiegt rund 35 Kilogramm und wurde so konstruiert, dass sie in Salzwasser keinen Auftrieb haben soll. Sie soll bis zu einer Tiefe von 300 Meter filmen können. Neun der Kamerabilder können in Echtzeit während der Aufnahme kontrolliert werden. Hydrus VR kann außerdem mit einem Tauchroboter oder einem Kontrollarm verbunden werden.

Hydrus-Kamera samt Kontrollarm. Bild: Marine Imaging Technologies

Hydrus-Kamera samt Kontrollarm. Bild: Marine Imaging Technologies

Ausgestattet ist Hydrus VR mit genug Speicher und Akkulaufzeit für eine Aufnahmedauer von rund zwei Stunden. Wer länger unter Wasser bleiben will, kann die Laufzeit mit einem Zusatzmodul auf bis zu acht Stunden erweitern.

Ein YouTube-Video zeigt monoskopische Beispielaufnahmen in 4K-Qualität. Nahtstellen sind zumindest in der Demoaufnahme kaum auszumachen.

Erreicht werden soll das durch eine Überlappung der einzelnen Linsen von circa 60 Prozent. Bei der Postproduktion haben Schnittmeister*innen so ausreichend Spielraum, einen sauberen Übergang zwischen den Aufnahmen der Einzelkameras anzulegen.

Die Fische sind sich nicht sicher sein, ob sie gerade gefilmt oder von einem Alien attackiert werden. Bild: Marine Imaging Technologies

Nemo dürfte sich ordentlich erschrecken, wenn er die Alien-Laufmaschine vor seinem Riff entdeckt. Bild: Marine Imaging Technologies

Rund zwei Jahre war die Spezialkamera in Entwicklung. Zum Preis äußert sich der Hersteller Marine Imaging Technologies nicht. Er dürfte aber wohl jenseits der 100.000 Euro liegen: Allein das Sony-Kameragehäuse ohne Objektiv kostet über 5.000 Euro. Weitere Informationen und eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gibt es auf der offiziellen Webseite.

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