In einem Uni-Projekt entwickeln Forscher eine Smartwatch, die das Display auf den Arm projiziert. Die Projektion ist interaktiv und kann wie ein Touchscreen bedient werden.

Forscher der Carnegie Mellon Universität stellen den Smartwatch-Prototyp “Lumiwatch” vor. Er bietet ein laut den Forschern bislang einzigartiges Interface: Ein seitlich angebrachter Miniprojektor wirft eine interaktive Lichtfläche auf den Arm.

Die Projektor-Uhr strahlt eine circa 40 Quadratzentimeter große Interaktionsfläche aus. Das ist rund fünf Mal größer als der typische Smartwatch-Touchscreen, der bekanntlich eher klein und fummelig ist.

Die Uhrenprojektion unterstützt typische Gesten wie Tipper oder Wischer. Beispielsweise kann man sie mit der bekannten Wischgeste von rechts nach links entsperren. Anschließend werden die verfügbaren Apps auf den Arm projiziert und können durch Antippen gestartet werden.

Für die Bewegungserkennung hat die Uhr einen Tiefensensor verbaut, ähnlich wie Microsofts Kinect. Das System bietet sogar einen Arm-spezifischen Kalibrierungsvorgang an, bei dem der Arm in 3D vermessen wird. Das soll das Projektionsergebnis verbessern.

Der Miniprojektor hat 15 Lumen und soll hell genug sein für draußen. Die Batterie hält mit 740 mAh rund eine Stunde Dauerprojektion durch. Bei gelegentlicher Nutzung soll sie einen Tag überstehen.

Die Forscher schätzen, dass man die Projektor-Uhr für circa 600 US-Dollar in den Handel bringen könnte. Das Gehäuse des Prototyps ist mit 50 mm x 41 mm x 17 mm allerdings noch recht klobig. Weitere Informationen zum Projekt stehen hier.


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