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Dieses Theaterstück handelt von der Flucht in Virtual Reality

von Matthias Bastian27. März 2017

Das Theaterstück “Ugly Lies the Bone” läuft noch bis Juni in London. Playstation VR spielt eine gewichtige Rolle in der Inszenierung.

Auch die Kunst beschäftigt sich mit neuer Technologie und deren Auswirkung auf die Menschen. Im Theaterstück “Ugly Lies the Bone” kehrt die Hauptdarstellerin und ehemalige Soldatin Jess nach ihrem dritten Aufenthalt in Afghanistan zurück nach Florida. Ihr Gesicht ist entstellt von Brandwunden, sie kann kaum noch laufen und den Kopf bewegen.

Eine spezielle Virtual-Reality-Therapie soll Jess dabei helfen, ihre Schmerzen zu überwinden und ein neues Leben anzufangen. Die Inszenierung auf der Bühne ist recht spektakulär: Wann immer sich Jess Playstation VR auf den Kopf setzt, stellen riesige Videoleinwände im Hintergrund die virtuelle Umgebung dar, in die die Hauptdarstellerin eintaucht.

In der digitalen Umgebung lernt ihr Gehirn, die Vergangenheit zu vergessen und die sinnliche Wahrnehmung zurückzusetzen. Im Verlauf der Therapie muss sie existenzielle Fragen beantworten: Was bedeutet Heimat? Was ist die Realität?

Angelehnt an die Realität

Die Story von “Ugly Lies the Bone” ist nicht aus der Luft gegriffen: Beispielsweise beschäftigt sich in den USA der Psychologe Albert Rizzo mit der Therapie von Posttraumatischen Belastungsstörungen in der Virtual Reality. Sein Unternehmen kooperiert unter anderem mit dem US-Militär und bietet spezielle Programme für Heimkehrer aus Kriegsgebieten.

Das Theaterstück von Lindsey Ferrentino wird von vielen Kritikern für eine tolle Inszenierung gelobt, soll aber Schwächen im Skript haben. Wer es selbst erleben möchte, muss einen kleinen Ausflug nach London ins National Theater planen. Dort läuft das Stück noch bis Juni. Die Erstaufführung war 2015 in New York.

Mehr Informationen und Tickets gibt es hier.

| Featured Image: National Theatre / Screenshot bei YouTube

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