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Disney Ride Archive: Historische Fahrgeschäfte in Virtual Reality erleben

von Matthias Bastian26. Februar 2017

Auch Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte sind Kunst und Zeitgeschichte. Jedoch werden sie ausrangiert und ersetzt, wenn sie nicht mehr modern und attraktiv genug sind. Ein Entwickler möchte die Erinnerung an diese Erlebnisse in Virtual Reality bewahren und vergangene Fahrgeschäfte konservieren.

Gäste eines Disney-Vergnügungsparks sollen in einer Virtual-Reality-Attraktion die Gelegenheit haben, in die Vergangenheit einzutauchen. Schon auf dem Weg zur Attraktion sind alte Teile früherer Achterbahnen und Fahrgeschäfte ausgestellt, die die Besucher in nostalgische Stimmung bringen sollen.

In der Virtual-Reality-Attraktion angekommen, können sie aus einem Menü eine historische Attraktion auswählen. Diese sollen anhand von originalen Dokumenten wie Bauplänen, Fotos und Videos originalgetreu am Computer rekreiert werden.

Der Ton basiert auf früheren Aufnahmen, sodass das Gekreische der Fahrgäste und das Klappern der Mechanik für eine glaubhafte Klangkulisse sorgt. Die physische Komponente fehlt zwar in der Virtual Reality, könnte aber in einem Vergnügungspark mit speziellen Sitzen, Fahrtwind und anderen haptischen Elementen simuliert werden.

Der Vergnügungspark in der Hosentasche

Nach der Fahrt sollen die Gäste die historische Attraktion via App mit nach Hause nehmen können, um sie dort mit dem eigenen VR-System erneut zu erleben. Achterbahnfans, die die App regelmäßig nutzen, können weitere alte Fahrgeschäfte freischalten.

Sogar Augmented Reality ist ins Konzept integriert: Durch den Smartphone-Screen sollen Parkbesucher eine Attraktion an der Stelle in die Realität einbetten können, an der sie einst stand. Die langfristige Vision ist ein virtueller Themenpark, der flexibel an allen möglichen Orten auf der Welt eingebunden werden kann, beispielsweise auf Kreuzfahrtschiffen.

“Wir erhalten so viele Arten von Kunst. Gemälde, Skulpturen, Musik, Literatur, Film, Architektur. All diese Sachen sind Bestandteil eines Fahrgeschäfts, dennoch haben wir dafür nicht den gleichen Respekt”, sagt Jay Huddy, der das Konzept erdacht hat.

Seine Idee wird nur Realität, wenn sich Disney der Sache annimmt. Bislang ist das nicht geschehen, obwohl das Konzept schon seit einigen Monaten im Netz kursiert. Wer Huddys Aktion unterstützen möchte, findet hier eine Petition.

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