Glen Keane hat wahrscheinlich in so ziemlich jedem Leben zu irgendeinem Zeitpunkt eine Rolle gespielt. Er ist der Schöpfer von berühmten Zeichentrickfiguren wie Arielle, Pocahontas oder Aladdin. Virtual Reality bietet ihm eine völlig neue Zeichenwelt.

Für Keane ist die 3D-Malerei mit der VR-Brille “bildhauerisches Zeichnen”: Er sei nicht länger auf das flache Blatt Papier beschränkt. “Wenn ich in Virtual Reality zeichne, dann ist das näher an meiner Wahrnehmung der Realität”, sagt Keane. “Ich sehe Sachen nicht flach, sondern räumlich.”

Keane beschreibt, wie er sich auf die Zehenspitzen stellte, um das mehr als zwei Meter große Ungeheuer aus “Die Schöne und das Biest” zu zeichnen. “Ich hätte ihn jeder Größe zeichnen können, aber das ist seine Größe”, sagt Keane.

Er sei kein Tech-Enthusiast, erklärt Keane, er habe aber auch keine Angst vor ihr. “Immer dann, wenn mir neue Technologie begegnet ist, hat sie mich herausgefordert, ein besserer Künstler zu sein”, sagt Keane.

VR-Malerei will gelernt sein

Obwohl Keane ein sehr erfahrener Zeichner ist, kann er seine Handfertigkeit nicht ohne weiteres vom Blatt Papier in die Virtual Reality übertragen. Als er mit Zeichnen angefangen habe, hätte er circa fünf Jahre für gute Ergebnisse gebraucht.

Virtual-Reality-Zeichner sollten laut Keane eine ähnlich lange Lernphase einplanen: “Ich zeichne immer nur sehr schnelle Entwürfe. VR verdient, dass man seine Zeichentechnik aufmerksam lernt und entwickelt.”

Was VR-Zeichner mit weiter entwickelten Fähigkeiten kreieren können, zeigt Google auf der Online-Plattform “Artists in Residence”.

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