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In den Schuhen von Neil Armstrong – mit Mondspaziergang

von Carolin Albrand12. Mai 2015
Dass Virtual-Reality-Headsets nicht nur für Unterhaltung sondern auch für Lernerfahrungen eingesetzt werden können liegt auf der Hand. Bereits die App "Titans of Space", bei der man in einem virtuellen Raumschiff durch das Weltall gleitet, klärt über unser Sonnensystem auf. Die "Apollo 11 Experience" stellt den Nutzer nun in die Moonboots von Neil Armstrong.

Update: In der neuen Version von Juli 2015 können jetzt sogar Mondlandung und der erste Mondspaziergang nacherlebt werden.

Das Unternehmen Immersive VR Education machte mit einer Kickstarter Kampagne einen kleinen Schritt für das eigene Projekt aber einen großen Schritt fürs Virtual Reality e-Learning. Mit der Anwendung “The Apollo 11 Experience” erreichte das irische Startup das Finanzierungsziel von 30.000 Euro und setzte das historische Ereignis der Mondlandung als VR-Lernerlebnis für Oculus Rift um. Produzent des Projekts ist David Whelan, der auch Chefredakteur des US-Online-Magazins VRfocus ist.

Live dabei: So lief Apollo 11

In der VR-Demo zur Apollo 11 Mission wird der Geschichtsunterricht geschickt mit eindrucksvollen Bildern und Originaltonaufnahmen von Kennedy, Interviews der Astronauten und Funksprüchen verknüpft. Der Nutzer wird zurückversetzt in das Jahr ’69. In einem Wohnzimmer mit Sonnenstrahlenuhr und Lava-Lampe verfolgt man live bis zum Start der Apollo-Mission die mitreißende Rede von John F. Kennedy im TV. Auf einmal verändert sich die Perspektive: Der Raum ist verschwunden. Als der damalige US-Präsident “wir haben uns entschlossen zum Mond zu fliegen” sagt, wird der Lernende mit einer überwältigenden Mondaufnahme konfrontiert. Der Nutzer schwebt frei im All und schaut auf die gigantische silberne Kugel, die unsere Erde umkreist – man steckt in den Moonboots von Neil Armstrong, kann sich völlig frei im Weltall umsehen. Zum Abschluss der Demo darf der Nutzer noch einmal das Gefühl erleben, wie es ist, live neben Buzz Aldrin und Fred Haise in einer Rakete sitzend ins All geschossen zu werden.

Aber warum das ganze Spektakel?

Laut den Machern von Immersive VR Education ist es das Ziel, Zeitgeschichte nicht nur aufzuschreiben oder in Videos zu zeigen, sondern sie tatsächlich erlebbar zu machen. Die Hoffnung des e-Learning-Unternehmens ist es, dass dank Virtual Reality Ereignisse wie die Apollo-11-Mission wesentlich mehr Eindruck in Kinderköpfen hinterlassen und der Lerneffekt somit deutlich größer ist.

Wir möchten nicht, dass unsere Kinder nur über Geschichte lesen. Wir möchten, dass sie sie als etwas Lebendiges erleben mit dem sie sich emotional verbunden fühlen. Aus der Kickstarter Kampagne von Immersive VR Education

Video der aktuellen Demoversion von Juli 2015:

Weitersagen:

Mit #virtualreality in den Schuhen von Neil Armstrong zum Mond fliegen. Klick um zu Tweeten

| SOURCE: Kickstarter Kampagne
| Image: Pixabay

 

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