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EA-Chef: Der Markt für Virtual-Reality-Gaming braucht noch einige Jahre

von Matthias Bastian16. September 2016

Andrew Wilson, Geschäftsführer von EA, geht davon aus, dass die Virtual-Reality-Industrie noch “jede Menge Arbeit” vor sich hat.

Beim zweiten Anlauf der Virtual Reality nach den 90er-Jahren stellt sich meist nicht mehr die Frage danach, ob sich das neue Medium überhaupt etabliert, sondern nur, wie schnell und in welchem Umfang das passiert. EA-Boss Andrew Wilson geht davon aus, dass es noch einige Jahre dauern könnte.

VR sei “eine neue Art, Spiele zu spielen”. Wann immer eine neue Technologie erscheinen würde, die Spiele verbessern oder erweitern würde, so Wilson, würde sich diese über kurz oder lang auch verkaufen. Damit das gelinge, benötige es eine sehr niedrige Einstiegshürde und Produkte, die den Nutzer überzeugen.

“Wir haben noch viel Arbeit vor uns, sowohl bei der Technologie als auch bei der Software, um sicherzustellen, dass diese Erfahrungen wirklich besser sind als andere Sachen, die man schon haben kann”, so Wilson. “In 2017 und 2018 ziehen die Verkäufe an, aber es braucht noch einige Jahre, bis ein großer Massenmarkt erreicht wird.” Aktuell seien mobile Spiele der am schnellsten wachsende Markt für EA.

Mobile-VR noch nicht gut genug

Derzeit habe Mobile-VR die geringste Einstiegshürde, so Wilson, allein die Qualität sei noch nicht vollends überzeugend – das würde sich in den kommenden Jahren voraussichtlich ändern. EA kooperiert unter anderem mit Google bei Daydream und bringt das bekannte Need-for-Speed-Franchise auf die mobile VR-Plattform.

Eines der größten Probleme von Mobile-VR sei es, sagt Wilson, dass die Nutzer keine sperrigen VR-Brillen mit sich herumtragen wollen. EA würde eng mit den Herstellern der Geräte zusammenarbeiten und Wilson gibt sich zuversichtlich, dass dieses Problem in den kommenden Jahren gelöst werden wird.

Man habe Unterstützung für VR und AR in die hauseigene Frostbite-Engine implementiert und würde die neue Technologie auf Potenziale in allen Marktsegmenten untersuchen, vom Smartphone über die Konsole bis zum PC. Für Playstation VR bringt EA eine exklusive X-Wing-Mission, die mit dem Online-Spiel Star Wars: Battlefront kompatibel ist. Besitzer des Spiels und der VR-Brille bekommen die Erweiterung ab dem 13. Oktober als kostenlosen Download angeboten.

Wilson stimmt Apple-Chef Tim Cook zu, der kürzlich äußerte, dass Augmented Reality im Vergleich zu Virtual Reality der “deutlich größere Markt” werden solle.

| Source: CNBC