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EA formt Abteilung für Virtual-Reality-Forschung, erster Trailer

von Matthias Bastian11. Juni 2017

Bei der E3-Pressekonferenz ließ Electronic Arts die Virtual und Augmented Reality links liegen. Bis auf eine Ausnahme.

Auf der E3 2017 kündigte EA die Abteilung “Seed” an, die sich mit “außerordentlichen Erfahrungen” beschäftigt. Dass dabei neben anderen Technologien die Virtual Reality ein Thema ist, lässt sich den Stellenanzeigen der offiziellen Webseite entnehmen.

Dort wird Seed als eine Forschungs- und Entwicklungsgruppe vorgestellt, die sich mit neuen Technologien und kreativen Chancen fürs Gaming befasst. Zu den Forschungsfeldern gehören Virtual Reality, Kreation und Darstellung von Spielewelten, neue Lernverfahren und virtuelle Menschen.

Die Gruppe setzt sich ein ambitioniertes Ziel: Sie will die Zukunft des computergenerierten Entertainments definieren. Das Motto lautet: “Wir machen aus Fantasie Realität.”

Dass EA abseits von Seed keine Ankündigungen für VR-Brillen hatte, zeigt, dass VR in der Gaming-Branche wie gehabt auf kleiner Flamme kocht. Aufgrund der geringen Verkaufszahlen von VR-Brillen für PC und Konsole ist der Markt für große Herausgeber wie EA nicht lukrativ.

Die Entwicklung hochwertiger VR-Titel muss entweder stark subventioniert werden oder unabhängigen Programmierern gelingt mit viel Aufwand, Talent und einer kreativen Idee ein Überraschungshit.

Neuer Name, gleiche Themen

EAs Forschungseinheit ist nicht neu, sondern wurde schon im vergangenen Jahr vom Chef der EA-Studios Patrick Söderlund angekündigt, damals noch unter dem Namen “Frostbite Labs”. Mit dem neuen Namen, zahlreichen Stellenausschreibungen und einem ersten Teaser, der die Vision hinter Seed inszeniert, macht EA die Abteilung offizieller, aber nicht unbedingt konkreter.

Auch bei der ersten Ankündigung 2016 nannte Söderlund Virtual Reality und speziell die Darstellung virtueller Menschen als wichtige Forschungsthemen. Gerade in VR-Welten ist eine glaubhafte und menschenähnliche Darstellung digitaler Persönlichkeiten wichtig. Das betrifft sowohl die grafische Darstellung als auch das Verhalten.

Am flachen Monitor verzeiht man virtuellen Charakteren noch die ein oder andere Seltsamkeit, die in der Virtual Reality aufgrund der eindrücklicheren Wirkung schnell erschrecken kann.

| Featured Image: Electronic Arts

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