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Eindrücke der Kaleidoscope VR World Tour aus Köln

von Carolin Albrand20. März 2016

Am 18. März machte die Kaleidoscope VR World Tour Halt in Köln. Dabei wurde sowohl Virtual-Reality-Einsteigern als auch -Enthusiasten ein umfangreiches Programm mit sehr vielen Demos geboten.

“Virtual Reality ist nur gut, wenn man sie ausprobiert” – das dachten sich wohl auch die Organisatoren der Kaleidoscope VR World Tour und präsentierten am 18. März in Köln gut 40 Demo-Stationen, darunter Oculus Rift, Samsung Gear VR und drei Kabinen für HTC Vive. Bei den VR-Filmen gab es einige Weltpremieren, die man bis dato in keinem Store bekommt. Das Ziel der Tour: Aufmerksamkeit auf das Thema Virtual Reality lenken und Gelder für unabhängige Künstler generieren, die an VR-Projekten arbeiten. Die haben zwar tolle Ideen, aber wenig Budget, diese auch umzusetzen. Und solange nur wenige VR-Brillen auf dem Markt erhältlich sind, leider auch kaum eine Möglichkeit, die eigenen Produktionen zu verkaufen.

“Kaleidoscope ist eine globale Community für Virtual-Reality-Künstler. Mit dem Kaleidoscope-Festival unterstützen wir Künstler bei der Präsentation ihrer Arbeit und helfen ihnen so, Geld für Projekte zu generieren, die von Grund auf für Virtual Reality gestaltet werden”, sagt uns René Pinnell von Kaleidoscope VR. Offenbar ist das Interesse am neuen Medium groß, denn im Saal der Kölner “Flora” bildeten sich lange Schlangen. Insbesondere die Vive-Brille von HTC und Valve war besonders begehrt – wer hier in rund zehn Minuten zwei der zahlreichen Demos ausprobieren wollte, musste ein wenig Geduld mitbringen.

Am kommenden Dienstag, 22. März, macht die VR-Tour auch in Berlin Halt. Die Veranstaltung beginnt ab 19 Uhr. Die Ticketpreise liegen bei 15 bis 25 Euro, für Studenten gibt es einen Rabatt. Für 99 Euro bekommt man ein VIP-Ticket, mit dem man eine Stunde früher Zugang zu den VR-Erlebnissen hat und den Rest des Abends nicht anstehen muss. Sollte es in Berlin ähnlich voll werden wie in Köln, dann kann sich die Investition durchaus lohnen. Tickets kann man hier bestellen. Einige Impressionen gibt es im Video.

Unsere Highlights aus Köln:

HTC Vive: Die Vive-Brille thront über allen anderen VR-Erfahrungen, die es aktuell auf dem Markt gibt. Dafür sorgen die beiden 3D-Controller und die völlige Bewegungsfreiheit in 360-Grad. Wer sich am Dienstag in Berlin für eine Vive-Demo anstellt, sollte sich Googles Mal-App Tilt Brush anschauen. Die zeigt eindrucksvoll, dass Virtual Reality selbst in einem großen Saal voller Menschen ein fast schon meditativer Rückzugsort sein kann. Vielleicht lösen wir in Zukunft so das ein oder andere Wohnproblem in überfüllten Großstädten.

Nokia Ozo: Zwar gab es nur eine Attrappe von Nokias 55.000 Euro Virtual-Reality-Kamera zu sehen (Anm.: Die Attrappe kostet aber laut Mitarbeiter vor Ort auch schon rund 10.000 Euro), die in diesen Tagen offiziell auf den Markt kommt, dafür aber originales Filmmaterial. Die Besonderheit der Nokia-Kamera im Vergleich zu anderen Lösungen: Sie filmt komplett in 3D, das macht die 360-Umgebungen besonders glaubwürdig. Allerdings hatten auch die Ozo-Aufnahmen noch mit mangelnder Schärfe und verschwommenen Gesichtern zu kämpfen, außerdem kann der Zuschauer die Szene nur aus einem festen Blickwinkel betrachten – dem der Linse.

Mad God VR: Der kurze Film ist eine der ersten VR-Produktionen, die komplett auf Stop-Motion-Aufnahmen setzen. Die Aufnahmen sind, im Gegensatz zu vielen anderen VR-Filmen, angenehm klar und scharf. Die kurze Geschichte wurde von Grund auf für eine 360-Umgebung produziert und die Figuren sind herrlich grotesk. Die Gear-VR-Videos werden zum Teil über WeVRs neue Transport-Plattform ausgespielt.

Nokias OZO: Die 360-Kamera filmt in 3D und hat ein futuristisches Design.

Nokias OZO: Die 360-Kamera filmt in 3D und hat ein futuristisches Design. BILD: Bastian / VRODO

| FEATURED IMAGE: VRODO / Kaleidoscope VR Tour in der Kölner Flora