Umfragen und Statistiken zeigen, dass Männer deutlich mehr Interesse an VR-Brillen haben als Frauen. Kann Oculus Go das ändern? Zumindest ist das die Hoffnung der beteiligten Schöpferinnen.

Geht man nach den Ergebnissen diverser Umfragen, dann haben Frauen ein deutlich geringeres Interesse an VR-Technologie als Männer. Resultate gibt es beispielsweise aus den USA, China oder UK. Hinzu kommt, dass Frauen angeblich sensibler auf VR-Übelkeit reagieren.

Nun ist Facebooks neue VR-Brille Oculus Go für den Massenmarkt konzipiert. Oder zumindest soll sie den Pfad in diese Richtung öffnen. Virtual Reality soll eines Tages als interaktive Kommunikations- und Netzwerkplattform dienen mit einer Milliarde Nutzer. Das ist Facebooks selbst gestecktes Ziel. Ohne Frauen kann es nicht erreicht werden.

VR für jedermann beginnt im Team

Für die Entwicklung von Oculus Go trommelte Oculus laut der Webseite Marie Claire ein möglichst ungleiches Team zusammen mit Frauen und Männern unterschiedlicher Herkunft. Das ist für die von weißen Männern dominierte US-Techbranche – speziell bei VR – wohl noch keine Selbstverständlichkeit.

Die Diversität im Team sei auch notwendig gewesen, um sicherzustellen, dass die Brille bei möglichst vielen Menschen bequem sitzt. Ist beispielsweise der Augenabstand zu weit oder zu eng oder das Gesicht zu schmal oder zu breit, funktioniert der VR-Effekt nicht mehr richtig. Im schlimmsten Fall löst das VR-Erlebnis dann Übelkeit aus.

Zopfkompatibles Kopfband

Charmaine Hung arbeitete als technische Produktmanagerin an der VR-Brille und bezeichnet die ersten Prototypen als “frustrierend”. Die Controller seien für kleinere Hände zu groß und ihre langen Haare zu rutschig für das Kopfband gewesen.

Ihre Wimperntusche sei komplett an den Linsen gelandet. Nach der Nutzung habe die Brille ausgesehen wie ein Schminkschwamm. Männliche Kollegen hätten diese Probleme zwar anerkannt, sie aber nicht für besonders relevant gehalten.

Hung soll daraufhin über den Facebook Campus gezogen sein und hunderte Frauen um eine VR-Anprobe gebeten haben inklusive Kopfscan. Dabei berücksichtigte Hung neben der Kopfform auch Frisuren wie Zopf oder Dutt. Basierend auf diesen Daten wurde ein neues Kopfband konstruiert und die Position der Linsen angepasst.

Auch die graue Farbgebung soll auf weiblichen Einfluss zurückzuführen sein. Bisherigen Oculus-Brillen waren schwarz.

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