Der US-Wetterkanal “The Weather Channel” zeigt mal wieder einen spektakulären Mixed-Reality-Wetterbericht.

Auf Tornado, Tropensturm und Waldbrand folgt die Eiszeit: Im neuesten Video des US-Wetterkanals The Weather Channel muss sich Moderator Michael Chesterfield warm anziehen – denn er steht mitten in einem Eissturm.

Ziel dieser teils furchteinflößenden Mixed-Reality-Wetterberichte ist es, den Zuschauern die Gefahren von Naturkatastrophen möglichst eindringlich beizubringen. Die aufwendigen Animationen sollen eine höhere Überzeugungskraft entfalten als Zahlen zu Windstärke oder Temperatur.

“Unser Ziel ist es, so realistisch wie möglich zu wirken, damit sich das Publikum in die Szene hineinversetzen kann”, sagt der am Projekt beteiligte Meterologe Jim Cantore. “Die Leute sollen ein echtes Gefühl für das bekommen, was passiert.”

Gerendert werden die Mixed-Reality-Aufnahmen in der Unreal Engine, Chesterfield steht in einem Greenscreen-Raum. Die Bewegungen der realen Kamera werden von einem Trackingsystem erfasst und in die virtuelle Umgebung übersetzt. Das verstärkt den Eindruck, dass der Moderator tatsächlich in der virtuellen Szene steht – so ähnlich kennt man das von hochwertigen Mixed-Reality-Videos zu VR-Erfahrungen. Produktionspartner ist das AR-Unternehmen The Future Group.

Laut Cantore ist die Produktion einer einzelnen Mixed-Reality-Wettervorhersage so aufwendig wie die eines kleinen Films. Im nächsten Jahr sollen die Mixed-Reality-Effekte anhand realer Wetterdaten in die Wettervorhersagen eingebunden werden. 80 Prozent der Wetterberichte des Weather Channel sollen 2020 auf diese Art digital erweitert werden.


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