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Entwickler: “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, in Virtual Reality einzusteigen.”

von Tomislav Bezmalinovic11. Juli 2017

Simon Gardner ist CEO der Climax Studios, die seit Ende der 80er-Jahre Videospiele produzieren. Er glaubt, dass Virtual Reality demnächst an Fahrt aufnehmen und aus Verlierern Gewinner machen könnte.

Er selbst sei nie davon ausgegangen, dass Virtual Reality bereits 2016 oder 2017 steil gehen würde. “Wir wussten, dass die Nutzerbasis klein sein würde, dass die Budgets für AAA-Titel fehlen würden und dass all dies sich erst in den folgenden Jahren entwickelt”, sagt der CEO in einem Interview mit Games Industry.

Die Climax Studios sind seit 1988 im Geschäft und entwickeln Videospiele für eine Vielzahl von Plattformen. Für Virtual Reality erschien die VR-Portierung der Rennsimulation Dirt Rally, sowie die Spiele Gun Sight und Bandit Six. Die neueste VR-Erscheinung der Studios ist Lola and the Giant für Googles Daydream-Plattform.

Den Mobile-Trend verschlafen

Gardner glaubt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in Virtual Reality einzusteigen, auch wenn es objektiv gesehen noch zu früh erscheint. Er glaubt, dass sich der VR-Markt ebenso schnell entwickeln könnte wie die Mobile-Gaming-Sparte, in der schon nach kurzer Zeit eine Handvoll Unternehmen dominierten.

“Wir haben den Mobile-Trend verschlafen, weil es am Anfang so schien, als würde es sich nicht lohnen. Aber wenn es dann so weit ist, läuft du schon hinterher und brauchst 100 Millionen US-Dollar, um gegen ‘Mobile Strike’ und Arnold Schwarzenegger zu bestehen”, sagt Gardner. Aus diesem Grund investiert der CEO jetzt schon in Virtual Reality.

Eine Investition in die Zukunft

“Diese führenden Unternehmen werden kommen und es könnten ganz neue Firmen sein. Oder ein Publisher wie Activision, der etwas vom Kuchen abbekommen will und Studios einkauft. Das ist eine zulässige Strategie, daran gibt es nichts auszusetzen. Sie haben das Geld, um so etwas zu tun”, sagt Gardner.

Die Climax Studios entwickeln zwar VR-Spiele, jedoch nicht auf eigene Kosten: “Wir arbeiten mit den Hardware-Herstellern. Sie finanzieren die Entwicklung der Software”, sagt Gardner. Dass die Einnahmen gering sind, nimmt die Spieleschmiede bewusst hin: “Wir haben uns entschieden, für eine frühe Positionierung auf dem Markt, für die Etablierung von Marken und für das technische Wissen auf Einnahmen zu verzichten.”

Die eigenen Entwickler haben laut Gardner große Freude am neuen Medium: “Es ist nicht das Gleiche nur in schöner. Es sind neue Spielmechaniken, Dinge, die wir historisch gesehen noch nie getan haben. Das ist aufregend. Es motiviert die Leute.”

| Featured Image: Ubisoft | Source: Games Industry