3

Entwickler: “Virtual-Reality-Studios sollten langfristig planen”

von Tomislav Bezmalinovic7. August 2017

Die Angelsimulation “Bait!” gehört mit über zwei Millionen Downloads zu den meistheruntergeladenen Apps für mobile Virtual Reality. In einem Interview spricht der CEO des verantwortlichen Studios über die Entwicklung des Titels und empfiehlt VR-Startups langfristig zu planen.

Palm gehörte zum Team, das Candy Crush Saga schuf. 2015 gründete er das Studio Resolution Games, um hochwertige Spiele für mobile VR-Plattformen zu entwickeln. Bait erschien zuerst für Samsung Gear VR und wurde Anfang des Jahres für Daydream View umgesetzt. Das neueste VR-Spiel des Studios heißt “Wonderglade”, eine Minispiel-Sammlung in einem virtuellen Vergnügungspark, die exklusiv für Googles mobile VR-Plattform erschienen ist.

In einem Interview mit Venturebeat sagt Palm, dass Bait trotz vieler Downloads kein Hochglanz-Titel ist: “Wir hatten nicht die Absicht, zu viel Zeit darauf zu verwenden. […] Wir wollten ein tolles Spiel auf den Markt bringen, das nicht unbedingt viel Geld umsetzen muss.”

Palm rät kleineren Studios, die mit Virtual Reality anfangen, den Produktionszyklus möglichst kurz zu halten, weil man gerade zu Beginn sehr viel über das neue Medium lernt. Insgesamt habe das Studio mindestens 50 Prototypen entwickelt.

“Bait zu entwickeln, ist sehr schwierig gewesen für das Team”, sagt Palm rückblickend. “Es hat sehr lange gedauert, um den Stein ins Rollen zu bringen. Aber dann passierte etwas und die Entwickler wurden schneller und das Spiel besser.”

Das Angry Birds der Virtual Reality braucht Zeit

Mit den zwei neuesten, noch unangekündigten Projekten betritt das Studio Neuland und versucht sich an VR-Apps mit sozialer Komponente. Das virtuelle Beisammensein mit Freunden könne dazu führen, dass Kunden sich eher an ein Produkt binden und die VR-Brille regelmäßig aufsetzen. Daran sei das Studio aktuell am meisten interessiert.

Dass Virtual Reality nicht von Anfang an voll durchstarten würde, wusste Palm und plante deshalb langfristig. “Wir wollten, dass unsere Investoren das auch so sehen. Wir bleiben klein und schlank und war in dieser Hinsicht bisher erfolgreich”, sagt der CEO. Aktuell sei es noch schwierig, mit Virtual Reality Geld zu verdienen. “Du solltest nicht damit rechen, dass du mit den ersten paar Projekten aus den roten Zahlen herauskommst.”

Bis das Angry Birds der Virtual Reality erscheint, werde noch einige Zeit vergehen. “Es wird wie beim iPhone sein. Zuerst hast du eine erfolgreiche Plattform, dann ein paar Spiele, die sich ganz gut verkaufen und dann kommt jemand und schafft den Durchbruch.”

Bait ist für Samsung Gear VR kostenlos im Oculus Store erhältlich. Die Version für Google Daydream kostet 7,49 Euro. Beide unterstützen den mitgelieferten 2D-Controller.

| Featured Image: Resolution Games | Source: Venturebeat

Empfohlene Artikel: