Vertigo Games (“Arizona Sunshine”, “Skyworld”) hat ein Spinoff-Studio gegründet, das VR-Spiele für VR-Arcades aufbereitet und Spielhallenbetreibern ein Werkzeug an die Hand gibt, mit dem sie die Titel an die eigenen Bedürfnisse anpassen können.

Das “Vertigo Arcades” genannte Studio brachte vor kurzem eine Spielhallen-optimierte Version des VR-Hits Arizona Sunshine heraus. Darüber hinaus entwickelt das Studio in Zusammenarbeit mit dem VR-Arcade-Startup Nomadic eine weitere Variante des Spiels, die auf die Besonderheiten der DIY-Spielhallen setzt: Sie unterstützt bis zu vier Spieler, die mit drahtlosen VR-Brillen in einem lagerhallengroßen Raum zusammen gegen Zombies kämpfen können.

Wie kam Vertigo Games dazu, zwei Arcade-Versionen des Shooters zu entwickeln? “Arizona Sunshine war sehr erfolgreich bei Heimnutzern und im letzten Jahr sind sehr viele VR-Arcades entstanden. Wir fragten uns: Wie können wir eine coolere Version des Spiels machen, mit voller Bewegungsfreiheit und Dingen, die man zu Hause nicht tun kann?” sagt Studioleiter Richard Stitselaar in einem Interview mit Venturebeat.

Anpassungen an Hardware und Wünsche der Besucher

Das Hauptprodukt des neuen Studios ist eine Software, mit der Arcadebetreiber Spielhallen-optimierte VR-Spiele starten und an die eigenen Gegebenheiten anpassen können, darunter die Größe des Raums, die Anzahl der Spieler, das Trackingsystem (SteamVR, Optitrack), die Trackingmodi (Kopf und Hände oder Ganzkörpererfassung) und das Zubehör (Hyperkin Blaster, Striker VR, Hardlight Suit). Außerdem kann ein Zuschauer- und Mixed-Reality-Modus aktiviert werden.

Die von Vertigo Arcades optimierten Titel können ebenfalls angepasst werden: Mit der Spielhallen-Version von Arizona Sunshine können Arcadebetreiber die Gewaltdarstellung für jeden Mitspieler einzeln und abhängig vom Alter einstellen, sodass jüngere Besucher zum Beispiel kein Blut sehen. Für VR-Anfänger kann ein Spielmodus aktiviert werden, der das Überleben leichter macht: Man hat unbegrenzt Munition und Waffen werden automatisch nachgeladen.

Vorteile für Entwickler und Spielhallenbetreiber

Als erste Kunden konnte Vertigo Arcades unter anderem I-Illusions und das Cloudgate Studio gewinnen. Für sie werden Spielhallen-optimierte Versionen von Space Pirate Trainer und Island 359 entwickelt und vertrieben, sodass sich die Studios dem Tagesgeschäft widmen können. Arcadebetreiber zeigen ebenfalls schon Interesse: Rund 300 VR-Arcades aus 40 Ländern wollen die von Vertigo Arcades entwickelte Softwarelösung nutzen.

Die Anpassung eines VR-Spiels an die Bedürfnisse und Gegebenheiten einer VR-Arcade bedeute viel Arbeit sowohl für Entwickler als auch Spielhallenbetreiber, erklärt Stitselaar. “Wir bieten eine Lösung, die zu einem Standard für Arcades werden könnte”, sagt der Studioleiter.

Arizona Sunshine gehört zum Standardrepertoire vieler VR-Arcades und hilft dem Studio, zusätzliche Einnahmen zu generieren: “Mit VR-Arcades kann man gut Geld verdienen, für die meisten Entwickler wäre das eine bedeutende Finanzspritze”, meint Stitselaar.

| Featured Image: Vertigo Games | Source: Venture Beat

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