Ein Virtual-Reality-Entwickler der ersten Stunde fordert Geduld mit dem jungen Medium.

Dass die VR-Brille lange nicht so steil geht, wie es vor zwei, drei Jahren prognostiziert wurde, ist mittlerweile ein alter Hut. Selbst die Milliarden-Investitionen von Facebook in Technologie, Infrastruktur und Inhalte ändern kaum etwas an den geringen Verkaufszahlen der aktuellen Brillengeneration.

Die Fragen nach der Zukunft des Mediums werden daher grundsätzlicher: Gibt es noch den großen Angriff auf den Massenmarkt oder bleibt die VR-Brille ein Nischenprodukt?

Verschwindet sie gar komplett in der Versenkung und geht als Laune von Facebook-Chef Mark Zuckerberg in die Tech-Geschichte ein? Jede Entwicklung ist derzeit vorstellbar.

VR als neue Displaykategorie

Jason Kingsley vom Entwicklerstudio Rebellion (Battlezone, Arca’s Path VR (siehe Video)) glaubt, dass die VR-Brille zukünftig wenigstens eine Nische besetzen kann.

“VR ist nicht so erfolgreich, wie wir hofften. Aber es ist dennoch eine interessante Erfahrung, wenn man mittendrin ist im Inhalt”, sagt Kingsley.

Womöglich sei es für die Langlebigkeit von VR sogar ein Vorteil, dass die Technologie nicht zu früh zu steil abgehoben ist. Es gebe noch immer viele Investoren.

“In ein paar Jahren werden wir es wissen”, sagt Kingsley.

Der Spieleentwickler zieht einen Vergleich zum Farbfernseher, der sich auch nicht auf Anhieb verbreitet habe. Menschen müssten sich womöglich erst an VR gewöhnen.

“Es gibt Kategorien für verschiedene Genres und so sollte es auch Kategorien für unterschiedliche Displays geben. VR ist eines dieser Displays.”

Da die Spielebranche mittlerweile eine der größten Kreativindustrien sei, könne VR einige Zeit als Unterkategorie überleben. Allerdings müssten VR-Entwickler mehr bieten als nur klassische Spielekonzepte mit neuer Rundumsicht.

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