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Entwickler: “VR-Games sollten nicht mit 2D-Spielen verglichen werden”

von Tomislav Bezmalinovic27. Juli 2017

Eine US-Webseite hat über 1.000 VR-Enthusiasten befragt, um herauszufinden, was Early Adopter von VR-Spielen erwarten – und was Entwickler von diesen Ansprüchen halten.

Die Umfrage wurde im Mai 2017 unter anderem in entsprechenden Subreddits und Facebook-Gruppen durchgeführt, wobei 1079 Antworten zusammenkamen. Laut den Ergebnissen der Umfrage entspricht die Verteilung der VR-Brillen ungefähr den Schätzungen von Superdata Research: Playstation VR ist bei den VR-Enthusiasten etwa doppelt so oft im Umlauf wie HTC Vive, die ihrerseits fast doppelt so viel Besitzer hat wie Oculus Rift (Stand: Mai 2017).

Wenig überraschend sind viele der Nutzer gerne bereit, Spiele zu kaufen: Ein Drittel der Befragten sind im Besitz von elf bis 20 Spielen, ein weiteres Drittel besitzt bis zu neun Spiele. Der harte Kern der Kundschaft greift besonders gerne zu und hat über fünfzig Spiele erworben.

Ein Großteil der VR-Enthusiasten (rund 73 Prozent) sieht im Mangel an AAA-Titeln das größte Hindernis für eine größere Verbreitung von Virtual Reality, zudem glaubt mehr als ein Drittel, das zu viele Indie-Studios an VR-Spielen arbeiten. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die meisten der Befragten klassische Gamer sind, die Konsolen- oder PC-Spiele gewohnt sind.

Wie soll das Problem mangelnder AAA-Titel gelöst werden?

Interessant ist, dass die Teilnehmer in der Frage gespalten sind, wie mit dem Problem mangelnder Spitzentitel umgegangen werden sollte. Während sich einige Spieler wünschen, dass bestehende AAA-Spiele um einen VR-Modus erweitert werden, meinen andere, dass VR-Titel von Grund auf für Virtual Reality entwickelt werden sollten.

Zumindest in einem Punkt besteht Einigkeit: Die Spieler wollen keine Wave-Shooter mehr sehen und denken, dass es mittlerweile zu viele Horrortitel gibt. Hingegen wünschen sie sich mehr Abenteuerspiele.

Laut dem Bericht finden die Entwickler, dass die VR-Community sie unterstützt. Toxisches Verhalten und Negativität in Kommentaren sei selten.

Dennoch geben fast 80 Prozent der Entwickler an, dass die Gemeinschaft VR-Inhalte kritischer beurteilt, weil sie sich an die hohe Qualität von Bildschirmspielen gewöhnt habe.

“Spieler erwarten, dass VR-Spiele der ersten Generation Bildschirmspielen der achten Generation ebenbürtig sind. Wenn man sich ansieht, wie sich die Spiele seit der PS-One-Ära entwickelt haben, dann wird einem klar, dass es dauert, bis gewisse Designprinzipien Gestalt annehmen […] Das gilt auch für Virtual Reality. Es ist erst ein Jahr her seit dem Markstart und wir sind immer noch dabei, die Sprache des Mediums zu entdecken”, lautet der Kommentar eines Entwicklers.

Die Zusammenfassung und die vollständige Umfrage findet man auf der US-Webseite VRthegamers.

| Featured Image: | Source: VRthegamers

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