Update vom 22. März 2018:

Im Interview mit der Webseite Ars Technica begründet Epic-Boss Sweeney seine Begeisterung für Magic Leap ausführlich. Dem Unternehmen gelinge es als erstes, eine AR-Brille mit allen wichtigen Bauteilen auf den Markt zu bringen.

Sweeney geht davon aus, dass AR-Brillen über kurz oder lang das Smartphone ersetzen. Der Übergang soll fließend verlaufen. Für die nächsten zwei bis drei Jahre prognostiziert er bis zu zehn Millionen AR-Brillenträger, die begeistert werden müssten, um im nächsten Schritt die Hundert-Millionen-Marke zu knacken. “Das passiert nach und nach”, sagt Sweeney.

Die Herausforderung für die zweite Generation AR-Brille sei es, die Technologie so zu miniaturisieren, bis eine Technik-Brille nicht mehr von einer herkömmlichen Brille unterschieden werden kann. Die digitalen Projektionen müssten grafisch so hochwertig werden, dass sie sich nahtlos und völlig realistisch in die Umgebung einfügen.

Sweeney sieht die Augmented Reality der Virtual Reality übergeordnet, da AR-Brillen ein VR-ähnliches Erlebnis bieten könnten. Die VR-Brille sei aber nicht für AR-Anwendungen geeignet. “Virtual Reality erreicht vielleicht 200 Millionen Nutzer weltweit, hauptsächlich Hardcore-Gamer und Spielhallen-Besucher”, glaubt Sweeney.

Ursprünglicher Artikel vom 19. März 2018:

Auf der Game Developers Conference in San Francisco schlägt Magic Leap die nächsten Pflöcke für eine Mixed-Reality-Zukunft ein. Und wird dabei von Epic-Boss Tim Sweeney gebauchpinselt, einem wichtigen Entscheider der Tech- und Gaming-Branche.

Epic ist Herausgeber der Unreal Engine, einer von Programmierern häufig genutzten Entwicklungsumgebung. Der Gründer und Boss von Epic, Tim Sweeney, ist schon seit zwei Dekaden steinreich und findet auch mal deutliche Worte, wenn ihm etwas nicht passt. Beispielsweise kritisierte er wiederholt Facebook und Oculus für deren strikte Plattformpolitik. Das soziale Netzwerk dürfe nicht die Kontrolle über die Virtual Reality erhalten, so Sweeney.

Wenn Sweeney also ein überschwängliches Lob für Magic Leap ausspricht, dann ist das zum einen natürlich PR, da sein Unternehmen gerade eine passende Entwicklerschnittstelle veröffentlicht hat. Zum anderen kommt es aber einem Ritterschlag für Magic Leap gleich. Denn Sweeney äußert sich für gewöhnlich nicht leichtfertig, er ist kein typischer Silicon-Valley-Lautsprecher.

Magic Leap habe “wahrhaftig etwas Magisches erschaffen”, lässt sich der Vollblut-Nerd in einer Epic-Mitteilung zitieren. Die “Kombination aus Durchbrüchen bei der Hardware mit Software-Innovationen” sei “ein riesiger Sprung nach vorne für die Spatial-Computing-Revolution”. Das ist ein Wort.

Bestätigt: Magic Leap kommt mit Eye-Tracking

Sowohl Unreal als auch Unity verraten die Funktionen, die ihre jeweiligen Engines bei Magic Leaps Lightwear-Brille unterstützen. In beiden Fällen steht Eye-Tracking auf der Liste.

Weitere von den Engines unterstütze Funktionen sind Kopftracking, Gesten- und Handtracking, die Vermessung der Umgebung mit anschließender 3D-Rekonstruktion, Raumklang und ein Handcontroller mit sechs Freiheitsgraden. Neben Unreal und Unity meldet sich außerdem Mozilla als neuer Partner für räumliche Web-Anwendungen an.

Entwickler können Magic Leaps Programmierschnittstelle Lumin nach vorheriger Anmeldung ab sofort auf der offiziellen Creator-Webseite herunterladen. Ein Forum, Anleitungen sowie ein Brillensimulator sollen den Einstieg in die Magic-Leap-Entwicklung erleichtern.

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