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Epson Moverio BT-200

von Carolin Albrand20. Mai 2015
Augmented-Reality-Spielzeug für Early-Adopter
Tech Facts / Datenblatt
Preis

699 Euro

Release

Mai 2014

Größe und Gewicht

Brille:
170 mm x 185 mm x 32 mm
88 Gramm

Steuereinheit:
120 mm x 55 mm x 19 mm
124 g

Display

LCD-Display
Polysilizium-TFT-Aktivmatrix

Auflösung

960 x 540 Pixel
HD

Refreshrate

60 Hz

Sichtfeld

23 Grad

Transparenz

Halbtransparent

Steuerung

Touchpad an Steuerungseinheit

Sound

Dolby Digital Plus
Surround-Sound
Miktofone

Kamera

VGA

Tracking

GPS in Headset und Steuerungseinheit
Gyroskop
Beschleunigungsmesser

Betriebssytsem

Android 4.0.4

Anschlüsse

Wi-Fi
Bluetooth 3.0
Micro-USB

Stromquelle

Li-Polymer 2.720 mAh Akku
im Steuergerät

Prozessor

Dual-Core-Prozessor
mit 1,2 GHz und 1 GB RAM

Arbeitsspeicher

1 GB RAM

Grafikprozessor

keine Angaben

Features

8 GB interner Speicher
per SD-Karte erweiterbar um bis zu 32 GB

Im Januar 2014 kündigte Epson die Datenbrille Moverio BT-200 an, das Nachfolgemodell der BT-100 Datenbrille. Über zwei Miniprojektoren am Rand der Gläser werden dem Brillenträger über LCD-Brillengläser digitale Abbildungen in das Sichtfeld projiziert. Die Bedienung erfolgt dabei über eine externe Steuereinheit, die einem Smartphone ähnelt und auch den Akku enthält. Über ein Kabel wird die Box mit der Brille verbunden. Zusätzlich benötigt die BT-200 für einige Anwendungen auch die Datenverbindung zu einem Smartphone, denn auch wenn Moverio über ein WLAN-Modul verfügt, fehlt die mobile Internetnutzung für unterwegs.

Nutzung und Anwendungsmöglichkeiten der Moverio BT-200

Ein spezielles Feature der Augmented-Reality-Brille ist die Möglichkeit einen Film wie auf einer tragbaren Kinoleinwand zu sehen. Der wahrgenommene Bildrahmen kann eine Größe von bis zu 320 Zoll, also rund 20 Meter, in qHD-Auflösung simulieren. Die Größe richtet sich dabei nach dem Blickverlauf des Trägers: Geht der Blick auf eine entferntere Wand, so erscheint auf dieser eine Leinwand in voller Größe, umso näher die Wand rückt, desto kleiner wird das angezeigte Bild. Die Untergrenze liegt bei einer Bilddiagonale von 40 Zoll bei rund 2,5 Meter Wandabstand. Das Bild oder Video wird dem Nutzer dabei mittig ins Sichtfeld projiziert und ist transparent. Ist der Hintergrund zu unruhig lassen sich die Gläser verdunkeln, so dass die Umgebung fast völlig ausgeblendet wird.

Entwickelt wurde Moverio aber nicht in erster Linie als Videobrille sondern für den Gebrauch unterwegs. Auf der Straße soll der Google Glass-Konurrent beispielsweise als Navigationshilfe oder Fremdenführer dienen und so Informationen zur Umgebung im Sichtfeld einblenden. Setzt der Träger die Brille auf werden ihm verschiedene Apps im gewohntem Android-Design angezeigt, die über das Touchpad ausgewählt werden können. Standardmäßig sind auf dem Gerät die Anwendungen SEViewer, Moverio Apps Market und Moverio Mirror vorinstalliert.

Bislang konnte sich Epson mit der Datenbrille nicht durchsetzen. Auch wenn Epson viele Anwendungsszenarien für das Wearable liefert, fehlt es bislang an der konkreten Umsetzung sinnvoller Software. Mit mehr als 80 Gramm ist die Moverio auch nicht für einen längeren Gebrauch geeignet. Im Vergleich dazu wiegt beispielsweise Smart Eyeglass von Sony lediglich 40 Gramm und sitzt damit deutlich bequemer auf der Nase.  Epson-Produktmanager Marc Brinckschulte weiß um diese Schwächen und vergleicht sein Produkt mit den ersten Mobiltelefonen, über dessen klobiges Aussehen man sich auch zuerst amüsiert hätte, die aber letztlich ein notwendiger Entwicklungsschritt hin zu iPhone und Co. waren. Somit ist die Epson Moverio BT-200 eher ein Produkt für neugierige Early-Adopter, die über das nötige Spielgeld verfügen und einen ersten Eindruck von der Augmented-Reality-Zukunft gewinnen möchten.

Letzte Aktualisierung am 7.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Hands-On: Moverio BT-200 im Test

| SOURCE: Epson
| IMAGE: Epson