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Erste Bezahl-App für Hololens: Räume vermessen mit Holo Measure

von Matthias Bastian6. Juni 2016

1,99 US-Dollar kostet eine der ersten bezahlten Augmented-Reality-Apps für Hololens. Bei einer installierten Hardwarebasis von schätzungsweise einigen hundert Geräten dürfte der Entwickler damit nicht unbedingt reich werden. Die Anwendung an sich ist aber potenziell richtig nützlich. “Holo Measure” kann dank des Raumscanning-Features der Microsoft-Brille Distanzen korrekt vermessen und macht so potenziell den Maßstab überflüssig. Dabei dürfte das System nicht nur schneller, sondern auch einen Tick präziser arbeiten als der durchschnittliche Mensch. Ihr wisst also, was der Handwerker zukünftig auf dem Kopf trägt.

Oder vielleicht doch eher in der Tasche hat? Denn das kommenden Augmented-Reality-Smartphone von Google und Lenovo, eine Art Hololens für die Hosentasche, beherrscht das gleiche Feature und das sogar schon eine Ecke ausgereifter. Googles Johnny Lee präsentiert das digitale Messwerkzeug auf der Entwicklerkonferenz I/O 2016. Anders als Holo Measure im Video oben erkennt das Google-Werkzeug Ecken und Kanten zuverlässig und richtet das virtuelle Lineal daran aus.  Einfach das Smartphone auf die gewünschte Stelle halten, das Gerät dockt automatisch an die Begrenzungen eines Objektes an und die Abstände zwischen zwei markierten Stellen werden ausgemessen.

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Ein weiterer Vorteil, der für Google spricht: Das erste Augmented-Reality-Smartphone erscheint noch diesen Sommer und kostet unter 500 US-Dollar. Glaubt man jüngsten Gerüchten ist ein 6,4 Zoll Display verbaut, damit wäre das erste Tango-Gerät eher eine Art Augmented-Reality-Phablet. Das klingt plausibel, denn die AR-Features brauchen reichlich Akku und Rechenleistung, die Wärmeentwicklung kann so besser in Schach gehalten werden. Das Gerät wird offiziell Ende der Woche auf der Lenovo Tech World 2016 vorgestellt.

| Source: Windowscentral