0

Experiment synchronisiert erweiterte und virtuelle Realität in Echtzeit (Video)

von Matthias Bastian19. März 2017

Zwei Forscher zeigen, wie man mittels Augmented Reality zielgenau in die Virtual Reality reisen und die beiden Formate miteinander vermischen und synchronisieren kann.

Die “Spatial Augmented Reality” ist eine Subform der erweiterten Realität, bei der digitale Inhalte mit einem externen Projektor auf reale Objekte gelegt werden. Der große Vorteil ist, dass der Nutzer keine spezielle Brille auf dem Kopf tragen muss und mehrere Personen im gleichen Raum dieselben Inhalte sehen. Das ist vergleichbar mit dem, was Cave-Systeme für Virtual-Reality-Anwendungen leisten.

Da der Nutzer bei Spatial Augmented Reality den Kopf und die Hände frei hat, kann er ergänzend zur AR-Anwendung ein VR-System verwenden. Zwei Forscher verdeutlichen diesen Nutzen mit HTC Vive. Real existierende Kisten werden mittels Projektor digital augmentiert und baugleich mit der Virtual Reality synchronisiert.

Erweiterte und virtuelle Realität werden in Echtzeit synchronisiert

Mit dem 3D-Controller von HTC Vive markieren die Forscher auf der augmentierten Oberfläche der realen Kiste einen bestimmten Punkt. Derselbe Punkt taucht in Echtzeit auf der virtuellen Version der Kiste auf.

Wechselt man mit der VR-Brille in die Virtual Reality, sieht man so die Stelle, die zuvor auf der realen Kiste markiert wurde. Nun hat man die Option, genau diesen Punkt beliebig zu vergrößern und einzuzoomen.  Das erlaubt beispielsweise Detailarbeit am Objekt, für die es in der Realität deutlich feineres Werkzeug oder ein Mikroskop bräuchte.

Der gleiche Weg funktioniert natürlich umgekehrt: Änderungen, die der Nutzer an der VR-Version des Objekts vornimmt, werden vom Augmented-Reality-System ebenso auf die reale Version des Objekts übertragen.

Ein konkretes Anwendungsszenario nennen die Forscher im Video nicht. Intuitiv bieten sich Kreativ- und Arbeitsprozesse bei der Konstruktion an, die von so einem System profitieren könnten.

Da Augmented-Reality-Projektoren in den kommenden Jahren im kommerziellen Markt ankommen könnten, ergeben sich potenziell in den Bereichen Entertainment oder Lernen neue Möglichkeiten für den kombinierten Einsatz von AR und VR in den eigenen vier Wänden.

| Featured Image: Potioc (Screenshot bei Vimeo)

Empfohlene Artikel: