Facebook könnte in Zukunft eigene für VR, AR und KI optimierte Prozessoren herstellen.

Der Wirtschaftsseite Bloomberg berichtet, dass Facebook den Google-Ingenieur Shahriar Rabii in die eigenen Reihen locken konnte. Rabii arbeitete sieben Jahre bei Google und war dort unter anderem an der Entwicklung am für maschinelles Lernen, Computer Vision und Computerfotografie optimierten “Visual Core”-Chip beteiligt. Der Spezialprozessor steckt beispielsweise in den Pixel 2 Smartphones und sorgt dort durch nachträgliche Berechnungen für hochwertigere Fotos.

Rabii fängt bei Facebook als Chef für Prozessorentwicklung an und ist laut Bloomberg Andrew Bosworth unterstellt. Bosworth übersieht bei Facebook die Produktentwicklung für Virtual und Augmented Reality.

Facebook baut laut Bloomberg seit Anfang des Jahres ein Team für Prozessorentwicklung auf. Neben Google stellen auch Apple und Amazon Chips für die eigene Hardware her.

Wofür braucht Facebook Prozessoren?

Ein für KI-Berechnungen optimierter Prozessor könnte beispielsweise in einer Augmented-Reality-Brille die Objekterkennung oder in einer VR-Brille das Handtracking übernehmen. Bisherige VR-Projekte mit eigenen Prozessoren wie Oculus Go oder die für 2019 angekündigte VR-Brille Santa Cruz werden noch in Partnerschaft mit dem Chiphersteller Qualcomm umgesetzt.

Spezialprozessoren für effizientere maschinelle Lernverfahren könnten Facebook auch dabei helfen, den eigenen Nachrichtenstrom besser von ungewünschten Inhalten wie Hassrede zu befreien.

Ebenso könnte Facebook versuchen, Googles für KI-Berechnungen optimierten Tensorflow-Prozessoren einen eigenen Chip entgegenzusetzen, um gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, eines Tages von der Hardware des großen Konkurrenten abhängig zu werden.


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