Unter den zahlreichen Ankündigungen auf Facebooks Virtual-Reality-Konferenz Connect 4 gibt es einen heimlichen Star: Die neuen 3D-Posts direkt im Facebook-Nachrichtenstrom.

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Mit dem neuen 3D-Post-Format können ganz einfach 3D-Inhalte im eigenen Facebook Nachrichtenstrom veröffentlicht werden. Das klappt schon jetzt direkt aus den beiden Facebook-Apps Oculus Medium und Spaces. Weitere 3D-Formate und Anwendungen sollen folgen.

Es ist simpel: Bei Spaces schnappt man sich den Stift, zeichnet sein Gemälde dreidimensional in die Luft und transportiert es mit nur einem Klick in den Facebook-Nachrichtenstrom. Das kann wirklich jeder. Alternativ können Nutzer auf dem gleichen Weg vorgefertigte 3D-Modelle teilen. Man muss also nicht zwingend kreativ werden oder künstlerisch begabt sein, um von den neuen Möglichkeiten zu profitieren.

Im Nachrichtenstrom erscheint das 3D-Modell als “3D Post”. Nutzer können das 3D-Objekt um die eigene Achse drehen und auf dem Smartphone mit einer Pinch-to-Zoom-Geste ein- und auszoomen. Die 3D-Modelle können sogar einfache interaktive Elemente enthalten.

Diesen missratenen Halloween-Kürbis habe ich in Spaces selbst gezeichnet, das künstlerisch wertvollere Modell ist dieses Beispiel aus der Oculus-Medium-Bibliothek. Das neue Post-Format kann noch nicht eingebettet werden.

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3D-Posts bei Facebook: Viel wichtiger als Oculus Go

Die neue Funktion wirkt unscheinbar, hat aber auf lange Sicht jede Menge Potenzial: Noch nie zuvor war es so leicht und für jedermann möglich, 3D-Inhalte zu erstellen und mit anderen Menschen zu teilen.

Das ist die Grundlage für einen Paradigmenwechsel beim Medienkonsum und ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg, die Vision von Facebook-Chef Marc Zuckerberg Realität werden zu lassen: VR- und 3D-Inhalte sollen das nächste große Format nach Text, Bild und Video werden.

Die 3D-Posts dürften mehr Menschen mit Virtual Reality in Kontakt bringen als die vermeintliche Highlight-Ankündigung der Connect, die 360-Videobrille Oculus Go. Sie kompromittiert das VR-Erlebnis mangels 3D-Interface und Raumtracking viel zu stark, um dauerhaft relevant zu sein.

Zwar erlebt man mit den 3D-Posts die Virtual Reality nicht unmittelbar. Aber man kann erfahren, wie andere Menschen Virtual Reality nutzen, um Inhalte zu kreieren, zu erleben und zu teilen. Das macht neugierig auf mehr.

Die Ankündigung der 3D-Posts auf der Connect 4 kann man im folgenden Video ansehen (ab 01:15:43):

| Featured Image: Facebook (Screenshot)

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