Laut einer Nutzerstatistik ist Fallout 4 VR bei das mit großem Abstand erfolgreichste VR-Spiel bei Steam. Die große Wende kann es dennoch nicht herbeiführen.

Die Hoffnung war groß, dass Titel wie Skyrim VR und Fallout 4 VR viele neue Spieler in die Virtual Reality locken würden.

Sonys jüngste Verkaufszahlen legen nahe, dass diese Hoffnung nicht ganz unberechtigt war: Nachdem das Unternehmen noch im Oktober von “einer Million Plus” verkauften VR-Brillen sprach, berichtete es Anfang Dezember von mehr als zwei Millionen abgesetzten Geräten.

Das in einem Bundle verkaufte Skyrim VR dürfte zu diesem Erfolg beigetragen haben: Im Vereinigten Königreich erzielte Sonys VR-Brille zum Black Friday die meisten Verkäufe in einer Woche seit dem Marktstart im Oktober 2016.

Erfolgreich und dann wieder nicht

Doch wie steht es um das vor einer Woche erschiene Fallout 4 VR? Eine Statistik der Webseite Githyp zeigt, dass die VR-Portierung Nutzerrekorde brach. Laut den Daten haben den VR-Titel zu Spitzenzeiten mehr als 2.600 Nutzer gleichzeitig gespielt. Den bisherigen Rekord hielt “Rick & Morty: Virtual Rick-Ality” der Owlchemy Labs mit 920 gleichzeitigen Nutzern.

Nach einer Woche sind zu Spitzenzeiten noch immer 1.500 Spieler in Fallout 4 VR unterwegs. Zum Vergleich: VR-Hits wie Arizona Sunshine (659), Onward (390) und Rec Room (312) haben weitaus geringere Werte erreicht. Gemessen an VR-Verhältnissen ist Fallout 4 VR also ein großer Erfolg.

Vergleicht man die Nutzerzahlen mit denen der Monitorversion, so zeigt sich, dass die VR-Nische dennoch verschwindend klein ist: Während aktuell circa 400 Spieler Fallout 4 VR erkunden, sind rund 12.000 Spieler im zwei Jahre alten Original unterwegs.

Noch größer fällt der Unterschied bei den Gesamtnutzern aus: Laut der Webseite VRLFG sind bei Steam derzeit etwa 2.500 VR-Spieler aktiv. Dieser Zahl stehen 10,8 Millionen spielende Steam-Nutzer gegenüber.

Kommt jetzt die große Krise?

Doom VFR hat als relativer kurzer Shooter schlechter abgeschnitten als Fallout 4 VR  und konnte lediglich 277 gleichzeitige Nutzer in die Virtual Reality locken. Aktuell sind es nur noch 16 Spieler, während sich im PC-Original noch 750 Spieler tummeln.

Das am Freitag erschienene L.A. Noire: The VR Case Files, das erste VR-Spiel von Rockstar Games, kam gerade einmal auf 110 Spieler gleichzeitig. Im sechs Jahre alten Original sind aktuell mehr als 800 Spieler unterwegs.

Bei diesen Zahlen muss man sich nicht wundern, dass sich große Publisher oder Studios scheuen, in Virtual Reality zu investieren. Ein Entwickler der kroatischen Spieleschmiede Croteam beklagte Anfang November, dass sich die jüngste VR-Portierung des Studios lediglich 5.000 Mal verkauft hat, was in Anbetracht einer halben Million verkauften Vive-Brillen “sehr enttäuschend” sei.

Der Mitarbeiter sagte eine große Krise für die Industrie voraus, falls Skyrim VR und Fallout 4 VR die Verkäufe von VR-Brillen nicht ankurbeln würden.

| Featured Image: Bethesda | Source: Githyp

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