Update vom 18. September:

Mozilla veröffentlicht die stabile Version des Firefox-Reality-Browsers für Oculus Go, Daydream-Geräte und Viveport (Suche nach Firefox Reality). Der Browser unterstützt unter anderem Spracheingabe. Herkömmliche 2D-Webseiten können aufgerufen werden.

Weitere Informationen stehen in der offiziellen Ankündigung. Im Trailer unten gibt es einen ersten Blick auf die Nutzeroberfläche und die Funktionen.

Update vom 16. September 2018:

Mozilla stellt bei Github den Quellcode für Firefox Reality 1.0 zur Verfügung. Der Quellcode ist für Entwickler gedacht. Er muss kompiliert werden, bevor Firefox Reality als App gestartet werden kann.

Programmiertipps für Web XR gibt Mozilla im eigenen Blog. Wer eine eigenen XR-Webseite in Firefox Reality vorstellen will, kann sein Projekt hier einreichen.

Eine Demo einer früheren Alpha-Version gibt es im folgenden Video:

Ursprünglicher Artikel vom 4. April 2018:

Im Februar stellte Mozilla WebXR vor, einen Programmierschnittstelle für Virtual und Augmented Reality im Web. Firefox Reality soll der dazu passende Browser werden.

Mozilla entwirft Firefox Reality so wie den herkömmliche Firefox-Browser: plattformübergreifend. Er soll mit möglichst vielen VR- und AR-Brillen unterschiedlicher Hersteller kompatibel sein. Der XR-Browser steckt noch mitten in der Entwicklung und ist für die nächste Brillengeneration geplant.

Firefox Reality ist als Open-Source-Projekt angelegt und rückt den Datenschutz des Nutzers in den Mittelpunkt. Dieser wird im WebXR-Kontext weiter an Bedeutung gewinnen, da VR- und AR-Technologien mehr Daten sammeln als Monitor, Maus und Tastatur oder das Smartphone. Zukünftige Geräte protokollieren beispielsweise die Blickrichtung und Handbewegungen.

Web-XR vs. App Store

Laut Mozilla muss ein Mixed-Reality-Browser die Herausforderung meistern, sowohl Milliarden 2D-Webseiten als auch neue 3D-Inhalte zugänglich zu machen. Das Browser-Unternehmen will, dass sich VR und AR im offenen Web weiterentwickeln statt in den geschlossenen Ökosystemen von Facebook, Google und Co.

“Die Zukunft von Mixed Reality ist es, Erfahrungen abrufbar zu machen und nicht, Applikationen zu bauen”, heißt es im Mozilla-Blog. Es solle keine Hürde geben, wenn man “von einer Erfahrung in die nächste wechseln will”.

Programmierer können den Quellcode des Reality-Browsers bei Github untersuchen und mit aktuell verfügbaren VR-Brillen wie Samsung Gear VR oder Google Daydream testen. Mehr Neuigkeiten zu Firefox Reality kündigt Mozilla für die kommenden Wochen an.

Das Video unte zeigt eine frühe Version von Firefox Reality, die auf HTCs autarker VR-Brille Vive Focus läuft. Man sieht ein herkömmliches 2D-Browser-Fenster, das in eine gerenderte 360-Grad-Umgebung eingebettet ist.

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