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Futuristisches Smartphone mit holografischem Display angekündigt *Update*

von Tomislav Bezmalinovic9. Juli 2017

Update vom 9. Juli:

In einem Fan-Forum von Red wird spekuliert, dass das Unternehmen die Displaytechnologie von Leia 3D eingekauft hat. Anlass für die Spekulation ist ein Beitrag im französischen Frühstücksfernsehen, in dem die Technologie von Leia 3D vorgestellt wird samt eines Smartphone-Prototyps, der im kommenden Jahr erscheinen soll. Der Beitrag wurde bereits Anfang des Jahres ausgestrahlt.

Auf der eigenen Webseite spricht Leia im Kontext der Displays von Lichtfeldtechnologie, die auch für VR- oder AR-Brillen genutzt werden kann. Das  Unternehmen beschreibt ein Multi-Fokus-System, bei dem Brillenträger verschiedene Ebenen in der Tiefe fokussieren können. Aktuelle VR- und AR-Technologie bietet nur eine fixe Fokusebene.

Das Versprechen, VR und AR ohne Brille zu ermöglichen, wird sich eher auf den 3D-Effekt beziehen, der ohne Brille wahrgenommen werden kann.

Ursprünglicher Artikel vom 7. Juli:

Der Kamerahersteller Red will 2018 ein Smartphone auf den Markt bringen, das direkt aus der Zukunft stammen könnte. Das Unternehmen verspricht ein Gerät, das ein holografisches Display besitzt und brillenlose Virtual und Augmented Reality bietet. Wie viel Wahrheit in der Ankündigung steckt, wird sich erst zeigen müssen.

Zumindest das Betriebssystem ist von dieser Welt: Das “Hydrogen One” getaufte Wundergerät läuft auf der Basis von Android. Damit erschöpfen sich die herkömmlichen Standards aber auch schon.

Das 5,7 Zoll große Display greift laut Pressemitteilung auf Nanotechnologie zurück und kann nahtlos zwischen 2D-, 3D- und holografischen Inhalten wechseln. Virtual, Augmented und Mixed Reality werden ebenfalls unterstützt – ohne dass man sich dafür eine Brille aufsetzen müsste.

Das Gerät lässt sich modular erweitern. Für den Anfang ist ein Modul angekündigt, mit dem sich bessere Bilder schiessen lassen. Professionelle Filmemacher, die die Kameras des Unternehmens nutzen, werden das Smartphone als Interface für die verschiedenen Kameramodelle einsetzen können. Eine Plattform namens Red Channel dient dem Austausch von holografischen Inhalten und hat einen App Store integriert.

Laut dem CEO kein Fantasieprodukt

Der Startpreis liegt bei rund 1.195 US-Dollar für die Aluminium-Version. Wer sich eine Titan-Ummantelung wünscht, wird mit 1.595 US-Dollar zur Kasse gebeten. Die Mehrwertsteuer und die Versandkosten sind nicht inbegriffen. Neugierige mit gut gefülltem Portemonnaie können die Smartphones ab sofort hier vorbestellen.

Laut Pressemitteilung sind die Produktionskapazitäten beschränkt, außerdem könnten die Preise bis zur Veröffentlichung weiter steigen. Das Gerät soll im ersten Quartal 2018 ausgeliefert werden.

In einem Forenbeitrag versucht CEO Jim Jannard Fans davon zu überzeugen, dass das Hydrogen One kein Fantasieprodukt ist. Es handle sich um eine neue Technologie, die man nicht beschreiben, sondern mit eigenen Augen gesehen haben müsse.

Jannard ist Gründer des Sonnenbrillenherstellers Oakley. Im November 2007 verkaufte Jannard das Unternehmen für 2,1 Milliarden US-Dollar und gründete das auf digitale Filmkameras spezialisierte Unternehmen Red. Die Kameras werden mittlerweile bei vielen Hollywood-Produktionen eingesetzt. The Revenant, The Social Network und The Tree of Life wurden mit Filmkameras von Red aufgenommen.

| Featured Image: Red Digital Cinema Company | Via: The Verge

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