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Gaming-Pionier: VR wird das goldene Zeitalter für interaktive Inhalte

von Matthias Bastian29. November 2016

Als einer der Erfinder der ersten Xbox ist Otto Berkes ein Pionier der Gaming-Branche. 1998 stieg er in den Markt ein. Er glaubt, dass die VR-Brille der Branche ein goldenes Zeitalter bringt.

Dieses neuerliche goldene Zeitalter für die derzeit leicht kriselnde Gaming-Branche wird laut Berkes durch neue VR- und KI-Technologien eingeleitet. Gerade VR biete immenses Potenzial für Interaktion und Kommunikation und die Chance, Distanz und Geographie zu verwischen.

“Man kann zu jeder Zeit überall sein. […] Wir erreichen ein weiteres Mal ein goldenes Zeitalter für interaktive Inhalte”, sagt Berkes gegenüber CNBC. Die derzeit verfügbaren Geräte seien allerdings nur frühe Prototypen, so Berkes.

Video und Audio hui, Interaktion pfui

Insbesondere die Interaktion in der virtuellen Umgebung müsse natürlicher werden. Berkes bemängelt die fehlenden Hände: “Es gibt noch einen Bruch, wenn man das Headset aufzieht. Die Umsetzung ist gelungen, man wird in einen anderen Raum transportiert, aber dann streckt man seine Hände aus und sie sind nicht da”, sagt Berkes.

Die Branche habe die erste Grenze durchbrochen, nämlich die glaubhafte visuelle und auditive Darstellung einer virtuellen Welt. “Die Interaktion braucht noch sehr viel Arbeit.”

Er geht davon aus, dass Menschen zukünftig vollständig in die VR-Welt übertragen werden und mit dieser interagieren können, ohne dass sie dabei außer der VR-Brille etwas am Körper tragen müssen.

Berkes wird an dieser Zukunft nicht mehr im Auftrag von Microsoft mitwirken. Er verließ das Unternehmen 2011 und arbeitet als Berater bei einer Techagentur.

Microsoft und VR: Mehrere Strategien sind denkbar

Microsoft wird die VR-Pläne in Bezug auf die kommende Xbox-Konsole im Laufe des nächsten Jahres enthüllen. Der Launch der neuen Hardware ist für Ende 2017 angedacht. Microsoft äußerte bereits, dass das Gerät mit dem Codenamen “Scorpio” Highend-VR unterstützen wird.

In der Vergangenheit kooperierte Microsoft beim Thema Virtual Reality stets eng mit der Facebook-Tochter Oculus. Es ist gut möglich, dass diese Partnerschaft in der Zukunft fortgeführt wird und die kommende Xbox-Konsole von Haus aus Oculus Rift samt dem 3D-Interface Oculus Touch unterstützt. Auf der Spielemesse E3 im Sommer 2016 gab es konkrete Andeutungen in diese Richtung.

Ebenso könnte Microsoft jede VR-Brille unterstützen, die unter Windows 10 läuft. Zu dieser Strategie würde passen, dass das Unternehmen Ende Oktober zahlreiche VR-Brillen für Windows ankündigte. Die Geräte von Asus und Co. sollen ab dem Frühjahr 2017 erscheinen und starten bei einem Preis ab 299 US-Dollar. Sie verwenden das Trackingsystem von Hololens. Den Bau einer eigenen VR-Brille plant Microsoft vorerst nicht.

| Featured Image: Microsoft | Source: CNBC