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Gear VR: 500.000 verkaufte Einheiten in Europa und ein “Surroundie”

von Matthias Bastian2. September 2016

Samsung meldet, dass in Europa bislang eine halbe Million Gear VR-Brillen verkauft wurden, 200.000 davon in Deutschland. Die neue Plattform Discovr soll der mobilen VR-Brille weiter Auftrieb geben.

Discovr ist eine von Samsung Deutschland speziell für den deutschen Markt initiierte Plattform für 360-Grad-Videos, -Fotos und -Anwendungen. Discvor kann hier im Web oder mit der App für Gear VR aufgerufen werden, die bei Oculus Home als kostenloser Download angeboten wird. Für das vierte Quartal möchte Samsung “voraussichtlich” auch Live-Musik-Inhalte hinzufügen. Ab 2017 folgen interaktive Anwendungen. Discovr soll außerdem Unternehmen eine einfache Möglichkeit bieten, werbliche VR-Inhalte zu verbreiten. Die neue Plattform ist nicht zu verwechseln mit Samsung VR (ehemals Milk VR), einer weiteren Content-Plattform, die Samsung vor kurzem für den englischsprachigen Markt launchte.

Laut Samsung hat Gear VR mehr als eine Million Nutzer weltweit. In Europa konnten bislang 500.000 Geräte verkauft werden, davon 200.000 in Deutschland. Damit liegt Samsungs günstiges Einsteigergerät bei den Verkaufszahlen deutlich vor Highend-Lösungen wie Oculus Rift und HTC Vive. Als Einschränkung gilt, dass Samsung die VR-Brillen häufig kostenlos oder stark vergünstigt an Vorbesteller und Besitzer der entsprechenden Galaxy-Smartphones verteilt hat. So werden natürlich schneller höhere Absatzzahlen generiert, die nur bedingt Rückschlüsse auf die Nachfrage und speziell die Nutzungsdauer zulassen.

Das “Surroundie” soll das “Selfie” ablösen

Samsung verspricht, dass die eigenen Marketingaktvititäten in Kombination mit denen von Facebook und Google die Bekanntheit der Virtual Reality in den kommenden zwölf Monaten weiter steigert. Allein Facebook und YouTube sollen als Plattformen für VR-Inhalte bis zu 1,6 Milliarden Menschen weltweit erreichen.

Martin Börner von Samsung Electronics bezeichnet 2016 als “Schlüsseljahr für Virtual Reality”. Viele Nutzer seien bereits vertraut mit der virtuellen Realität und würden mit Samsungs 360-Kamera Gear 360 eigene Inhalte produzieren. Das “Surroundie” – also eine spontane 360-Grad-Aufnahme – hätte das Potenzial, das “Selfie als Viral-Phänomen abzulösen”. “User-generated-Content in 360-Grad wird schon sehr bald Mainstream sein”, prognostiziert Börner.

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| Featured Image: Samsung | Quelle: Samsung