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Gear VR: Facebooks erste VR-App “Facebook 360”, neues Livestreaming-Feature *Update*

von Matthias Bastian10. März 2017

Update vom 10. März 2017:

Auch die Facebook-Tochter Oculus VR arbeitet weiter intensiv am Ausbau von neuen Social-VR-Funktionen. In Oculus Rooms 1.2 kann man ab sofort gemeinsam mit anderen Nutzern Videos in 360-Grad schauen. Das Rooms-Feature ist jederzeit aus jeder Gear-VR-App zugänglich. Für eine einfachere Benutzerführung unterstützt Gear VR ab sofort Sprachnavigation.

Ein neuer Hub für Events fasst Veranstaltungen zusammen, die in Oculus’ Virtual-Reality-Ökosystem stattfinden. Offenbar werden sämtliche Termine gelistet, die in Apps mit Social-VR-Funktion abgehalten werden. Oculus zeigt beispielhaft Altspace VR und virtuelle Pokerspiele.

Noch interessanter ist, dass Gear-VR-Nutzer ab sofort jederzeit ihr VR-Erlebnis via Facebook Live streamen können. Ein neuer “Livestream to Facebook”-Button wurde dem universellen Home-Menü hinzugefügt.

Das könnte dafür sorgen, dass in Zukunft deutlich mehr Facebook-Nutzer an VR-Erfahrungen teilhaben können und womöglich neugierig werden auf die neue Technologie. Das Feature wird derzeit in Europa an Samsung-Smartphones mit der aktuellsten Android-Version ausgerollt.

Ursprünglicher Artikel vom 8. März 2017: Gear VR: Facebook veröffentlicht erste Virtual-Reality-App “Facebook 360”

Mit “Facebook 360” wagt sich das soziale Netzwerk erstmals mit einer App für Samsung Gear VR auf den Markt, die unter der eigenen Marke erscheint.

Streng genommen hat Facebook mit Oculus Home schon eine ganze Armada an Virtual-Reality-Inhalten publiziert. Doch erst mit “Facebook 360” erscheint die erste Anwendung, die den Namen des blauen Netzwerks im Titel trägt. Einloggen kann man sich mit seinem gewohnten Facebook-Account. Freunde und bevorzugte Seiten werden automatisch synchronisiert.

Die App soll einen einfacheren Zugang zu den bei Facebook veröffentlichten 360-Bildern und -Fotos ermöglichen. Ob man Inhalte von Freunden findet, hängt von deren Affinität zu 360-Grad-Inhalten ab.

Wer noch keine 360-Foto- und Videografen unter seinen Facebook-Kameraden hat, der kann sich mit zahlreichen Inhalten von Medienmarken wie der New York Times und CNN vergnügen. Hinzu kommen Videos und Fotos von unterschiedlichen Produktionsstudios und Agenturen.

Schöne Benutzeroberfläche, unscharfe und pixelige Inhalte

Die Anwendung an sich ist schön und übersichtlich gestaltet. Ähnlich wie beim 2D-Facebook kann man Emoticons und Reaktionen verteilen und anderen Accounts folgen. Deren neue Veröffentlichungen werden wie beim Desktop-Vorbild in einem Stream angezeigt – das erspart die Sucherei nach Inhalten. Videos und Fotos, an denen man besonderen Gefallen findet, lassen sich als Highlight dauerhaft abspeichern.

Die Bildqualität der 360-Fotos und Videos lässt noch stark zu wünschen übrig. Hier muss sich noch viel tun, damit das Versprechen der Immersion und des “Eintauchens” wahr wird.

Wer keine richtig flotte WLAN-Verbindung (> 50 MB/s) am Start hat, wird an den gestreamten Videos wenig Freude haben. Selbst mit schneller Leitung lässt die Qualität teils zu wünschen übrig. Noch stößt die 360-Technologie in allen Bereichen – Aufnahmegerät, Streamingverfahren und Abspielgerät – an ihre Grenzen.

Das hält Produzenten nicht davon ab, fleißig Inhalte zu teilen. Laut Facebook wurden seit dem Start der 360-Initiative ungefähr im Herbst 2015 25 Millionen 360-Grad-Fotos und eine Million 360-Grad-Videos veröffentlicht.

Weltweit sind laut Samsung (Stand Januar 2017) rund fünf Millionen Gear-VR-Brillen unterwegs, deren Nutzer schauten bislang circa zehn Millionen Stunden 360-Videos – auch außerhalb von Facebook. Zum Vergleich: Allein bei Facebook werden täglich rund 100 Millionen Stunden Videos angesehen. Das zeigt, wie eng die 360-Grad-Nische noch ist.

| Featured Image: Facebook | Source: Facebook

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