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Gear VR: Samsung hat weltweit fünf Millionen VR-Brillen verkauft

von Matthias Bastian5. Januar 2017

Update vom 5. Januar 2017:

Auf der CES 2017 gab Samsung bekannt, dass weltweit rund fünf Millionen Gear-VR-Brillen verkauft wurden. Damit hätte das mobile Gerät die Nase deutlich vorn vor Highend-VR-Brillen wie Oculus Rift, HTC Vive oder Playstation VR.

Allerdings sollte man die Verkaufszahlen im Kontext der Vertriebspolitik betrachten. Samsung verschenkte zahlreiche VR-Brillen an Käufer der S6- und S7-Smartphones. Die Marktsituation von Mobile- und Highend-VR ist daher kaum vergleichbar.

Laut Tim Baxter, Präsident von Samsung USA, schauten Gear-VR-Nutzer bislang über zehn Millionen Stunden 360-Videos. Detaillierte Nutzungsdaten verrät er nicht; die wären jedoch besonders interessant.

Ursprünglicher Artikel vom 2. September 2016: Gear VR: 500.000 verkaufte Einheiten in Europa und ein “Surroundie”

Samsung meldet, dass in Europa bislang eine halbe Million Gear VR-Brillen verkauft wurden, 200.000 davon in Deutschland. Die neue Plattform Discovr soll der mobilen VR-Brille weiter Auftrieb geben.

Discovr ist eine von Samsung Deutschland speziell für den deutschen Markt initiierte Plattform für 360-Grad-Videos, -Fotos und -Anwendungen. Discvor kann hier im Web oder mit der App für Gear VR aufgerufen werden, die bei Oculus Home als kostenloser Download angeboten wird. Für das vierte Quartal möchte Samsung “voraussichtlich” auch Live-Musik-Inhalte hinzufügen. Ab 2017 folgen interaktive Anwendungen.

Discovr soll außerdem Unternehmen eine einfache Möglichkeit bieten, werbliche VR-Inhalte zu verbreiten. Die neue Plattform ist nicht zu verwechseln mit Samsung VR (ehemals Milk VR), einer weiteren Content-Plattform, die Samsung vor kurzem für den englischsprachigen Markt launchte.

Laut Samsung hat Gear VR mehr als eine Million Nutzer weltweit. In Europa konnten bislang 500.000 Geräte verkauft werden, davon 200.000 in Deutschland. Damit liegt Samsungs günstiges Einsteigergerät bei den Verkaufszahlen deutlich vor Highend-Lösungen wie Oculus Rift und HTC Vive.

Als Einschränkung gilt, dass Samsung die VR-Brillen häufig kostenlos oder stark vergünstigt an Vorbesteller und Besitzer der entsprechenden Galaxy-Smartphones verteilt hat. So werden natürlich schneller höhere Absatzzahlen generiert, die nur bedingt Rückschlüsse auf die Nachfrage und speziell die Nutzungsdauer zulassen.

Das “Surroundie” soll das “Selfie” ablösen

Samsung verspricht, dass die eigenen Marketingaktvititäten in Kombination mit denen von Facebook und Google die Bekanntheit der Virtual Reality in den kommenden zwölf Monaten weiter steigert. Allein Facebook und YouTube sollen als Plattformen für VR-Inhalte bis zu 1,6 Milliarden Menschen weltweit erreichen.

Martin Börner von Samsung Electronics bezeichnet 2016 als “Schlüsseljahr für Virtual Reality”. Viele Nutzer seien bereits vertraut mit der virtuellen Realität und würden mit Samsungs 360-Kamera Gear 360 eigene Inhalte produzieren. Das “Surroundie” – also eine spontane 360-Grad-Aufnahme – hätte das Potenzial, das “Selfie als Viral-Phänomen abzulösen”. “User-generated-Content in 360-Grad wird schon sehr bald Mainstream sein”, prognostiziert Börner.

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| Featured Image: Samsung | Quelle: Samsung