Laufmaschinen sind groß, teuer und kompliziert in der Anwendung. Ein Wiener Startup arbeitet an einer Alternative: VR-Schuhe, die Laufbewegungen erfassen und in die Virtual Reality übertragen. Praktisch: Nutzer können im Sitzen virtuelle Welten durchwandern.

Digility 2018

Die “Cybershoes” werden in Kombination mit einem Drehstuhl verwendet. Nutzer bewegen ihre Füße, als würden sie laufen und können sich dank des Stuhls um die eigene Achse drehen. Die Nachahmung realer Lauf- und Drehbewegungen soll VR-Übelkeit vorbeugen.

Die Sensoren der Schuhe erfassen gerades und seitliches Gehen. Youtube-Videos (siehe unten) zeigen Nutzer, die mit den Cybershoes Skyrim VR, Fallout 4 VR, Doom VFR und Arizona Sunshine spielen.

Über die Kombination von VR-Schuhen und Drehstuhl dürften sich gerade die VR-Nutzer freuen, die beim Spielen lieber sitzen als stehen und länger in der Virtual Reality verweilen. Die Batterie soll vier bis sechs Stunden durchhalten.

Mit oder ohne Stuhl erhältlich

Das Startup sieht neben dem Gaming überall dort sinnvolle Anwendungsszenarien, wo künstliche Fortbewegung Teil der VR-Erfahrung ist. Es nennt als Beispiele VR-Ausbildungen in der Industrie, medizinische Rehabilitation, VR-Tourismus sowie virtuelle Rundgänge durch architektonische 3D-Modelle.

Die Cybershoes sind via SteamVR mit Oculus Rift, HTC Vive und Windows-Brillen und allen VR-Apps kompatibel, die fließende Fortbewegung unterstützen. Das Zubehör funktioniert scheinbar ohne Zutun der jeweiligen Entwickler.

Das Startup will im September eine Kickstarter-Kampagne ins Leben rufen. Wer zum Start benachrichtigt werden möchte, kann auf der offiziellen Seite einen Newsletter bestellen.

Dem Online-Shop zufolge ist eine Endkunden- und eine B2B-Entwicklerversion des Zubehörs geplant. Endkunden können die Schuhe ohne Stuhl und speziellen Teppich kaufen. Zum Preis des Zubehörs ist noch nichts bekannt.

| Featured Image: Cybershoes | Source: VRScout

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