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Geniales Schleichspiel “Budget Cuts” erscheint Anfang 2018

von Tomislav Bezmalinovic29. September 2017

Die Entwickler von “Budget Cuts” senden ein Lebenszeichen: Das VR-Spiel, von dem es bislang nur eine 18 Monate alte Demo gibt, solle sich immer noch in Entwicklung befinden und Anfang 2018 erscheinen. Weshalb das eine News wert ist? Ganz einfach: Weil Budget Cuts das beste Spiel wird, das es für Virtual Reality gibt.

Zum Launch von HTC Vive im April 2016 veröffentlichte ein kleines, unbekanntes Indie-Team die Demo eines VR-Spiels, das eine innovative Fortbewegungsmechanik mit Elementen des Schleichspielgenres verbindet. Seither wurde es recht still um den Titel. Seit der Veröffentlichung der Demo vor 18 Monaten gab es keine neuen Bilder oder Videos aus Budget Cuts zu sehen, nur auf Twitter waren Anzeichen zu finden, dass die Entwickler immer noch am Spiel arbeiten.

Nun hat der US-Blog Road to VR  bei Neat Corporation nachgefragt und eine eindeutige Antwort erhalten: Die Entwickler arbeiten mit Hochdruck an Budget Cuts, das Anfang 2018 erscheinen soll. “Wir stecken so wenig Zeit wie möglich in PR und konzentrieren uns auf die Entwicklung des Spiels, da wir ein sehr kleines Team sind. Das führt natürlich zu Fragen bezüglich des Projektstatus. Aber keine Angst, wir arbeiten hart an dem Spiel”, sagt Entwickler Marko Permanto.

Budget Cuts hätte ursprünglich im ersten Quartal 2017 erscheinen sollen. Dass sich die Veröffentlichung um ein Jahr verspätet, kann man als gutes Zeichen deuten. Es zeigt, dass die Entwickler offenbar nichts überstürzen und das Spiel auf Hochglanz polieren wollen. So wie die Demo, die zu einer Zeit entstand, als es noch keine Standards für Fortbewegung in der Virtual Reality gab und die selbst heute noch reifer und raffinierter ist als 99 Prozent der VR-Spiele.

Ein Geniestreich

In Budgets Cuts schlüpft man in die Rolle eines Agenten, der ein von Robotern bewachtes Gebäude infiltrieren muss. Möglich macht das eine futuristische Waffe, die Portale öffnet. Im Spiel bewegt man sich folglich per Teleportation fort, aber nicht als Notbehelf. Budget Cuts macht die Teleportation zum zentralen Spielelement und verkehrt damit die größte Schwäche der Virtual Reality in ihr Gegenteil.

Hier wird die Teleportation zu einem potenten Werkzeug, das den Spieler zu außergewöhnlichen Handlungen ermächtigt: Er kann durch schmale Luftschächte in andere Räume gelangen oder die Gegend inspizieren kann, bevor er durch das Portal schlüpft.

Das Schleichszenario trägt dazu bei, diese Art von Fortbewegung plausibel zu machen: Da man im Spiel auf Zehenspitzen gehen muss, kommt gar nicht erst das Bedürfnis auf, weite Räume zu durchqueren. Um nicht entdeckt zu werden, muss man sich ducken, kauern und um Ecken schauen. Das führt zu einem erhöhten Bewusstsein für den eigenen Körper. Auf diese Weise holt Budget Cuts aus jeder Bewegung die maximale Intensität heraus.

In einem schon etwas älteren Artikel erläutert ein Entwickler von Neat Corporation die Designprinzipien des Spiels. Die Demo ist kostenlos bei Steam erhältlich. Sie wurde für HTC Vive entwickelt, kann aber auch mit Oculus Rift gespielt werden.

| Featured Image: Neat Corporation | Source: Road to VR

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