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Google Cardboard und Smartphone-VR-Brillen

von Carolin Albrand1. März 2015
VR-Erlebnis für wenig Geld
Tech Facts / Datenblatt
Preis

Ab 5$

Release

Bereits erhältlich

Display

Abhängig vom verwendeten Smartphone

Auflösung

Abhängig vom verwendeten Smartphone

Refreshrate

Abhängig vom verwendeten Smartphone

Latenz

Abhängig vom verwendeten Smartphone

Sichtfeld

Abhängig vom verwendeten Viewer

Sound

Soundsystem vom Smartphone (Kopfhörer)

Tracking

Sensoren im Smartphone

Anschlüsse

Abhängig vom Smartphone

Wie jetzt…ein VR-Pappkarton? In der Tat, ein VR-Pappkarton! Googles innovative Lösung ist der zurzeit günstigste Einstieg in die VR-Welt. Das Pappgerüst fungiert allerdings als reine Halterung für das Smartphone, das mit einem Paar Plastiklinsen den richtigen Fokus auf das Display sicherstellt.

Die Bewegungserfassung erfolgt über die im Smartphone eingebauten Sensoren, die Bewegung und Drehung messen können. Das ist auch der Haken an der Sache: Die Qualität der VR-Erfahrung, die man mit Cardboard machen kann, hängt in erster Linie vom verwendeten Smartphone ab. Damit es Spaß macht, braucht es schon ein Flaggschiff-Gerät wie das Samsung Note 4, die Geräte der Galaxy S6-Serie oder die neuste iPhone-Generation. Ansonsten sind weder Auflösung noch Bildwiederholrate (und damit die Verzögerung in der Bewegungsumsetzung) ausreichend gut.

Cardboard und Co. können keine VR-Erfahrung liefern, die qualitativ an die “ausgewachsenen” Headsets wie HTC Vive, Oculus Rift oder Morpheus heranreicht. Aber für wenige Euro bekommt man einen Eindruck davon, was die virtuelle Zukunft bringt. Je nach Anwendung ist das “Mittendrin”-Gefühl schon deutlich spürbar. Empfehlenswert ist Googles Cardboard-App, die die besten VR-Apps im Play Store sammelt. Insbesondere die digitalen Reportagen von Chris Milk sind einen Blick wert, möchte man einen Eindruck davon gewinnen, wie Virtual Reality Video und journalistische Berichterstattung verändern kann.

Laut Google ist Cardboard nur ein Platzhalter für den richtigen Einstieg des Internet-Giganten in Virtual Reality mit dem Ziel, die Einstiegsbarriere für alle Marktteilnehmer und speziell die Konsumenten herabzusetzen. Dank Cardboard muss man nur wenige Euro investieren, um in VR reinzuschnuppern. Darüber hinaus hat Google sich bisher nicht in die Karten schauen lassen. Vor kurzem wurde aber bekannt, dass der Chefdesigner der Google-Suche nun für Googles Virtual-Reality-Projekte arbeitet. Er ist damit beauftragt neue Interfaces zu entwickeln, die auch in der virtuellen Realität funktionieren. Das zeigt: Googles Interesse an VR ist groß. News zu Google Cardboard 2 werden auf der Google I/O Entwicklermesse Ende Mai erwartet. Es ist wahrscheinlich, dass der Internetriese sein VR-Portfolio erweitert und auf dezidierte VR-Brillen-Technologie setzt.

Google Cardboard 2 ab sofort erhältlich

Im Mai 2015 stellte Google eine neue, verbesserte Version von Cardboard vor. Cardboard 2 ist robuster, hat anstatt eines Magnetschalters einen praktischen Knopf im Gehäuse und ist deutlich einfacher zusammenzubauen. Wie auch die erste Version von Cardboard gibt es die VR-Pappschachtel von zahlreichen Anbietern. Wir haben die Variante von I AM CARDBOARD einem ausführlichen Test unterzogen und sie hat uns überzeugt. Sie ist nicht mehr lieferbar, aber die baugleiche Variante von BrizTechVR. Den vollständigen Test gibt es hier.

Letzte Aktualisierung am 6.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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