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Google Earth VR unterstützt ab sofort Street View

von Tomislav Bezmalinovic14. September 2017

Eine der Vorzeige-Apps der Virtual Reality erhält ein längst überfälliges Update: Ab sofort kann man auf seinen virtuellen Reisen innehalten und in immersive 360-Grad-Aufnahmen von Google Street View wechseln.

Fliegt man über ein Gebiet hinweg, für das Street-View-Bilder existieren, erscheinen die sphärischen Aufnahmen in einer Kugel, die an der Spitze des linken Controllers schweben. Führt man die Kugel näher ans Gesicht heran, ermöglicht sie eine Vorschau auf die 360-Grad-Aufnahme. Um in das Bild einzutauchen, führt man die Sphäre (wie in Facebook Spaces) zum Gesicht. Jetzt stülpt sie sich über das Sichtfeld und man kann sich in dem 360-Bild umsehen.

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Um in den Standardmodus zurückzukehren, führt man die Hand wieder vom Gesicht weg. Auf diese Weise kann man rasch zwischen den Street-View-Bilden und dem 3D-Modus wechseln.

Da das Programm stets eine Aufnahme wählt, die am ehesten der eigenen Position in Google Earth VR entspricht, liegen die fotografierte und die gescannte Welt beinahe passgenau aufeinander. Beim raschen Wechsel ermöglicht das verblüffende Vergleiche zwischen zwei ganz unterschiedlichen Techniken, die Welt einzufangen.

Leider ist im Street-View-Modus noch keine Navigation möglich. Möchte man eine Straße aus einer anderen 360-Grad-Ansicht sehen, muss man zuerst in den 3D-Modus zurückkehren, seine Position entsprechend verschieben und den Street-View-Modus erneut betreten.

Fliegen ist jetzt noch schöner

Das Update bringt zwei weitere Neuerungen. Nutzer können jetzt eine Mindestflughöhe einstellen, die sich etwa 20 Meter über der Erdoberfläche befindet. So kann man beim Herumfliegen nicht mehr auf die Erde stürzen. Das dürfte vor allem Einsteiger freuen.

Zudem ist es nach dem Update möglich, den automatischen Wechsel zwischen menschlichen und quasi-göttlichen Größenverhältnissen zu unterbinden. Bisher wirkte die Welt aus einer bestimmten Distanz wie eine Modellbaulandschaft und man kam sich selbst riesig darin vor. Dieser Raumeindruck lässt sich nun komplett abschalten, sodass die Landschaft aus der Distanz einen noch realistischeren Eindruck macht.

Der Wechsel zwischen diesen Größenverhältnissen fällt vor allem dann auf, wenn man sich an den Rand eines Wolkenkratzers stellt und einen Schritt über den Abgrund wagt. Wirkt der Höhenunterschied vor diesem Schritt noch schwindelerregend groß, verringert er sich beim Überschreiten dieser Grenze auf eine Armlänge. Deaktiviert man diesen automatischen Wechsel mit der neuen Funktion, hat man jetzt das Gefühl, mehrere hundert Meter über dem Boden zu schweben.

Das Update istab sofort für Oculus Rift und HTC Vive verfügbar.

| Featured Image: Google

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