Die Logistikabteilungen großer Konzerne reiben sich die Hände. Endlich eine neue Datenbrille.

Nachdem die neue Version der Google-Datenbrille Glass vor einigen Wochen die Zertifizierung der US-Strahlenschutzbehörde FCC erhalten hatte, sind jetzt auf der Benchmark-Plattform “Geekbench” erste Leistungstests aufgetaucht.

Demnach läuft die neue Glass-Brille mit Qualcomms Achtkerner Snapdragon 710 mit einem Basistakt von 1,2 Gigahertz, hat drei Gigabyte RAM und wird mit Android 8.1 Oreo betrieben. Die vorherige Version der Datenbrille lief noch mit Intels Atom-Chip.

Weitere Verbesserungen dürfte Google wohl an der integrierten Kamera und der Batterielaufzeit vorgenommen haben. Außerdem wird neu Bluetooth 5.0 ergänzend zum Dualband 802.11ac Wi-Fi angeboten.

Nur für Unternehmen

Nach der Namensgebung in der Geekbench-Datenbank handelt es sich wie gehabt um eine “Enterprise Edition”, also eine Datenbrille für Unternehmen. Die nutzen die Brille bei Prozessen, bei denen der Arbeiter effizienter ist, wenn er beide Hände frei und gleichzeitig digitale Informationen im Sichtfeld hat, zum Beispiel bei der Wartung von Maschinen oder in der Logistik. Auch Ärzte sollen mit der Brille Zeit sparen können.

Der Zugewinn an Effizienz liegt laut Google je nach Anwendungsszenario bei bis zu 34 Prozent. Die Software wird für Unternehmen wie DHL, Samsung oder Opel maßgeschneidert.

Preis und Erscheinungsdatum des neuen Modells sind noch nicht bekannt. Interessierte Unternehmen können das Gerät hier anfordern.

Im Sommer stellte die israelische Software-Firma Plataine eine KI-Erweiterung für Google Glass vor: Sie nutzt Googles Cloud KIs Dialogflow und AutoML für Sprachsteuerung und Bilderkennung.

Die Software soll alle Produktions- und Arbeitsprozesse im Blick haben und über eine Datenbank synchronisieren. Am Ende des Tages sind Lagerbestände und Projektstatus aktuell und für Projektmanager nachvollziehbar.

Titelbild: Google


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