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Google: Neuer Virtual-Reality-Bereich im Android Store

von Carolin Albrand1. März 2016

Google baut die eigenen VR-Aktivitäten kontinuierlich aus. Jetzt gibt es im Android-Store einen eigenen VR-Bereich. Dort vertreibt Google VR-Brillen direkt, unter anderem die “Tech C1”.

“Gehen Sie auf Entdeckungsreise. Sie können weltberühmte Sehenswürdigkeiten erkunden, zu den Sternen reisen und Ihre Urlaubsfotos als virtuelle Welten erleben – ganz einfach mit Ihrem Smartphone”, lautet das Werbeversprechen auf der neuen Seite. Unter anderem werden die VR-kompatiblen Google Apps gezeigt und VR-Brillen aus dem Cardboard-Sortiment angeboten. Der Vertrieb für Deutschland ist noch nicht gestartet, der Bestellbutton ist ausgegraut.

Dem ein oder anderen sicher noch unbekannt ist die C1-Glass Virtual-Reality-Brille von Goggle Tech. Sie erinnert an ein normales Brillengestell und wurde in erster Linie für maximale Mobilität entworfen. So wie bei Cardboard VR-Brillen sind auch in der C1 einfache Plastiklinsen verbaut. Die Brille ist mit 120 x 60 x 22 mm recht klein und sehr leicht, sie wiegt nur 27 Gramm. Dadurch passt sie bequem in die Hosen- oder Hemdtasche. Für die maximale Immersion ist die C1 aufgrund des offenen Designs kaum geeignet, aber sehr wohl als handliche Alternative für Messen oder kurze VR-Demonstrationen. Gerade auf VR-Laien wirkt sie weniger abschreckend als die klobigen Cardboard VR-Brillen aus Pappe. Neu ist die ultramobile VR-Brille aber nicht, sondern wurde von Google Tech schon im Frühjahr 2015 erstmals vorgestellt. Entsprechende Nachbauten dürften demnächst bei Amazon auftauchen, in den USA ist das bereits der Fall.

Neben der C1-Brille und den bereits bekannten Cardboard VR-Brillen bietet Google auch das Mattel View-Master Virtual-Reality-Starterpaket an, das auch von Apple im eigenen Store vertrieben wird. Der View-Master funktioniert analog zu Cardboard, im Gegensatz zur Google-Brille ist er aber etwas robuster und aus Plastik anstatt aus Pappe gebaut. Benutzt wird die mobile VR-Brille identisch: In die Plastikschale wird ein Smartphone geschoben, durch zwei Linsen wird das Bild vergrößert.

Was kommt nach Cardboard?

Neben diesen günstigen VR-Lösungen baut Google auch an neuen, hochwertigen VR-Brillen. Eine verbesserte Version von Google Cardboard, wahrscheinlich auf einem Niveau mit Samsungs Gear VR, könnte schon Mai auf der kommenden Google Entwicklerkonferenz I/O 2015 öffentlich präsentiert wird. Höchstwahrscheinlich ist auch die kommende Generation Nexus-Smartphones mit speziellen VR-Features ausgestattet – das deutete Googles VR-Chef Clay Bavor an. Bereits im Sommer bringen Google und Lenovo ein neuartiges Sensor-Smartphone auf den Markt, das speziell für Augmented-Reality-Anwendungen geeignet ist.

Außerdem verdichten sich Gerüchte, dass Google an einer mobilen High-End VR-Brille arbeitet, die nicht auf Smartphone, PC oder Konsole angewiesen ist, sondern die nötige Hardware bereits verbaut hat. Herzstück dieser VR-Brille könnte ein neuartiger Computerchip von Movidius sein, der ohne externe Sensoren das kabellose Tracking im ganzen Raum möglich macht. Google hat bereits entsprechende Kooperationsverträge abgeschlossen.

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