Google hat sich mit der Non-Profit-Organisation Cyark zusammengetan, die vom Zerfall bedrohte kulturelle Monumente in 3D scannt und archiviert. Eine digitale Ausstellung zahlreicher Gebäude und Kulturstätten ist ab sofort bei Google & Arts Culture einzusehen und einzelne 3D-Modelle können mit Google Poly in der Virtual Reality betrachtet werden.

Digility 2018

Mit Google Arts & Culture digitalisiert Google das kulturelle Erbe der Menschheit und macht es im Internet zugänglich. Hierfür kooperierte das Unternehmen mit bisher mehr als 1.500 Museen aus 70 Ländern.

Nun bringt Google mit Cyarks Hilfe ganze Gebäude und Kulturstätten auf die Plattform und präsentiert sie in einer “Open Heritage” genannten digitalen Ausstellung. Die Monumente werden einzeln vorgestellt und sind teilweise als 3D-Modell bei Google Poly verfügbar. Dazu zählt auch das Brandenburger Tor.

Google Poly unterstützt WebVR, sodass 3D-Modelle mit einer mobilen VR-Brille direkt im Chrome-Browser angesehen werden können. Wer eine stationäre VR-Brille wie Oculus Rift oder HTC Vive nutzt, kann die Modelle in Tilt Brush betrachten. Die 3D-Modellbibliothek Poly ist nahtlos ins 3D-Malprogramm integriert.

Wer sich Googles Ausstellung und die 3D-Modell ohne VR-Brille auf mobilen Geräten anschauen möchte, kann Google Arts & Culture als App für iOS und Android herunterladen.

Cyarks 3D-Daten ab sofort frei erhältlich

Mit der Eröffnung der digitalen Ausstellung macht Google zudem Cyarks originale 3D-Scanningdaten der Öffentlichkeit zugänglich. Diese können über Googles Cloud-Plattform ab sofort kostenlos heruntergeladen werden. Der Download muss über ein Formular angefragt werden.

Cyark ist eine 2003 gegründete Non-Profit-Organisation, die das weltweit größte 3D-Modellarchiv bedrohter Kulturmonumente angelegt hat. Ins Leben gerufen wurde sie von Ben Kacyra, dem CEO eines auf 3D-Scanning spezialisierten Unternehmens als Reaktion auf die Zerstörung buddhistischer Kulturgüter durch Taliban.

Anfang des Jahres erschien mit “Masterworks” eine VR-App von Cyark für Oculus Rift und Samsung Gear VR, mit der VR-Nutzer 3D-gescannte historische Denkmäler und Ausgrabungsstätten besuchen können. Unser Test der VR-App steht hier.

| Featured Image and Source: Google Blog

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