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Googles Aprilscherz ist eine geniale Parodie auf Virtual Reality

von Matthias Bastian1. April 2016

Google mischt selbst ganz vorne mit bei Virtual Reality. Mit den billigen Pappbrillen “Cardboard” versucht das frühere Suchmaschinenunternehmen seit geraumer Zeit, Virtual Reality dem Massenmarkt schmackhaft zu machen.

Und das ist erst der Anfang der VR-Strategien, die im “Googleplex” erdacht werden. In Zukunft sollen für VR optimierte Nexus-Smartphones an den Start gehen, außerdem ist eine High-End VR-Brille in Entwicklung, die keine externen Geräte braucht und komplett kabellos funktioniert. Das Thema VR-Video nimmt Google ebenfalls ernst, YouTube unterstützt das neue Format in 3D, 5K und 360-Grad, außerdem bietet das Unternehmen gemeinsam mit GoPro eine 360-Kameralösung an. Zusammen mit den VR-Filmern von Jaunt sollen zukünftig VR-Erfahrungen auf Kinoniveau produziert werden.

Ende 2015 verschenkte Google zusammen mit der New York Times eine Million Cardboards samt Virtual-Reality-Reportage. Mittlerweile gibt es sogar eine eigene VR-Abteilung in Mountain View, die sowohl an neuer Hardware als auch an tollen Inhalten (Spotlight Stories) arbeitet. Man sieht: Google nimmt VR verdammt wichtig und ist überzeugt vom neuen Medium.

Aber nicht am 1. April 2016. Da kündigt Google den Cardboard-Nachfolger “Plastic” an, eine durchsichtige Plastikbrille, die uns die Welt so zeigt, wie sie ist: Maximal immersiv und hochauflösend. “Mit Cardboard haben wir immer noch etwas zwischen Dich und die Welt gesetzt. Wir wollten etwas entwickeln, das sich echt anfühlt. Also haben wir das erste Headset für die Realität entwickelt”, heißt es im Trailer. Und die Features der Plastikbrille hauen einen wirklich um: Fotorealistische Grafiken, perfektes 360-Audio und ein echtes Retina-Display sorgen für ein extremes Präsenzgefühl. Noch dazu ist durchsichtiges Plastik leicht, wasserfest und hat eine Analoguhr integriert. Vorausgesetzt, man trägt eine am Handgelenk.

Googles Aprilscherz ist lustig – der Trailer spielt gekonnt Buzzword-Bingo – und regt zur Reflexion an. VR-Enthusiasten mit Humor sollten daran eine Menge Spaß haben.

| FEATURED IMAGE: Google