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Googles VR-Chef erwartet “viele Milliardenunternehmen” in den kommenden Jahren

von Matthias Bastian15. August 2017

Oculus und dann lange nichts: Virtual Reality kennt bis dato nur eine große finanzielle Erfolgsgeschichte. Laut Googles Virtual-Reality-Chef Clay Bavor wird sich das in den kommenden Jahren drastisch ändern.

Als Oculus-Gründer Palmer Luckey sein Unternehmen 2014 gemeinsam mit Kollegen an Facebook verkaufte, kostete das Facebook-Chef Marc Zuckerberg schlappe drei Milliarden US-Dollar. Die Investition war so hoch, dass sie das Silicon Valley wachrüttelte und die Geldbörsen der Investoren öffnete.

Aus denen fielen jedoch meist eher Kleinbeträge. Wirklich signifikante Gelder – bis zu 130 Millionen US-Dollar – flossen nur in das VR-Streaming-Unternehmen NextVR, das die größte Virtual-Reality-Plattform für Live-Events zu Sport und Musik aufbauen will. Danach kommt lange nichts, zuletzt waren die Investitionen leicht rückläufig.

Im Vergleich zu den Ausgaben anderer Investoren steckte Facebook noch mal deutlich mehr Geld in die eigene Oculus-Infrastruktur. Rund 500 Millionen US-Dollar fließen fortlaufend in die Entwicklung hochwertiger VR-Software. Weitere Milliarden US-Dollar werden laut Zuckerberg in den kommenden Jahren fällig, um die Technologie aufs nächste Level zu hieven.

Welches VR-Unternehmen knackt die Milliarden-Marke?

Im Interview mit der Webseite Recode zeigt sich Googles Virtual-Reality-Chef Clay Bavor zuversichtlich, dass in den kommenden Jahren weitere Kaliber in der Größenordnung von Oculus am Markt entstehen.

“Ich habe keine Ahnung, welches das nächste Milliardenunternehmen sein wird, aber ich bin mir sicher, dass es in den nächsten zehn Jahren viele davon geben wird”, sagt Bavor.

Er vermutet großes Umsatzpotenzial bei der Telepräsenz. Menschen mittels VR-Brille an Orte überall auf der Welt zu teleportieren, sei “eine dieser großen Milliarden-Ideen” und ein mächtiges und universelles Anwendungsszenario. Jeder Mensch begeistere sich für etwas, sei es eine Sportmannschaft, einen Künstler oder einen speziellen Ort.

Der Google-Manager interessiert sich insbesondere für Anwendungen, die nicht auch, sondern ausschließlich in der Virtual Reality Sinn ergeben. Entsprechend sieht Bavor beispielsweise wenig Potenzial darin, die VR-Brille als Monitorersatz am Schreibtisch zu nutzen. Für dieses Anwendungsszenario existiere bereits ausgereifte Hard- und Software.

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