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Gutes Design für Virtual Reality: Sechs Tipps für Einsteiger

von VRODO19. November 2016

Die Virtual Reality stellt Programmierer, Gestalter und Geschichtenerzähler gleichermaßen vor neue Herausforderungen. Auf dem Oculus Developer Blog gibt die VR-Entwicklerin Monique Wray Einsteigern einige nützliche Tipps auf den Weg.

Realistische Größenverhältnisse

Die Virtual Reality lässt einen virtuelle Hunde streicheln, in einem Cockpit sitzen und einen riesigen Roboter beobachten, der auf der Suche nach seiner Hand ist. Diese Erfahrungen sind laut Wray deshalb so fesselnd und immersiv, weil sie auf realistischen Grössendimensionen beruhen. Diese helfen dem Nutzer, sich selbst ins Verhältnis zur virtuellen Umgebung zu setzen.

Das Sichtfeld nutzen

Besonders wichtig ist laut Wray das vordere Sichtfeld des Nutzers, in dem ein Großteil der Handlung und die wichtigsten Aktionen stattfinden sollten. Das sekundäre Sichtfeld sei an den Seiten, das tertiäre hinter dem Nutzer. Das bedeute aber nicht, dass man die Peripherie ignorieren könne: “Falls der Nutzer sich dazu entscheidet, die Umgebung zu erforschen, sollte er interessante Sachen sehen. Stellt einfach sicher, dass die wichtigen Elemente leicht erreichbar sind,” schreibt Wray.

Vorsichtiger Umgang mit künstlicher Bewegung

Die meisten VR-Entwickler greifen derzeit notgedrungen auf künstliche Fortbewegung zurück. Wenn man dies tut, sollte man sicherstellen, dass die Bewegung vom Spieler selbst initiiert wird. Will man ihn dennoch bewegen, so sollte man das nicht in abrupter Weise tun. Andernfalls wird dem Spieler schlecht. Auch mit Szenenwechseln solle man behutsam und spärlich umgehen und diese logisch in die Handlung einbetten.

Szenen sollten für Leistung optimiert sein

Virtual Reality braucht viel Rechenleistung, da 90 Bilder pro Sekunde berechnet werden müssen. Bricht die Bildwiederholrate ein, kann dem Anwender schnell schlecht werden. Deshalb sollten Entwickler die Wahl des grafischen Stils und des Schauplatzes zu ihrem Vorteil nutzen. Eine stilisierte Low-Poly-Grafik ist für den Rechner leichter zu berechnen und kann dennoch optisch hübsch anzusehen sein. Dasselbe gilt für Nachtszenen. Wenn es dunkel ist, könne man viele Details der Vorstellungskraft des Anwenders überlassen.

Ein intuitives Interface

Ein Entwickler sollte keine aufploppenden Menüs oder Textfelder verwenden, um dem Anwender das Interface zu erklären. Sollte dies dennoch unvermeidlich sein, sollten die Anweisungen in dreidimensionaler Form erscheinen. Einige einfache Designelemente können den Anwender stattdessen auf intuitive Weise durch die virtuelle Welten geleiten: Farben können Gefahren signalisieren und mit Lichtquellen kann man die Aufmerksamkeit des Spielers lenken. Dasselbe gilt für räumlichen Klang. Die wichtigsten Spielelemente sollten im primären Sichtfeld platziert sein.

Einschließendes statt ausschließendes Produktdesign

Entwickler von Software und Hardware sollten darauf achten, dass ihr Produkt beide Geschlechter und alle ethnischen Gruppen berücksichtigt. “Es gibt nicht Schlimmeres, als in einem Spiel einen Charakter auswählen zu müssen und festzustellen, dass es keinen gibt, der so aussieht wie man selbst.”

Der Blogbeitrag kann hier eingesehen werden.

| Featured Image: Oculus VR