Nicht gerade kleinlaut meldet sich das chinesische Unternehmen AntVR zu Wort: Es will ein Mittel gegen VR-Übelkeit gefunden haben.

So klingt es jedenfalls in der Betreffzeile der Presse-Mail. Die Einschränkung folgt dann recht schnell im dritten Satz mit einem “vielleicht”.

Entwickelt hat AntVR ein Vibrationskopfband, das mit jeder gängigen VR-Brille wie Oculus Rift, Oculus Go oder HTC Vive verbunden werden kann. Sogar Googles Pappbrille Cardboard ist kompatibel.

In dem Kopfband sind “ein paar” Vibrationsmotoren verbaut, die von einer Software mit der VR-Bewegung synchronisiert werden. Wie und weshalb die Vibrationen Übelkeit verhindern, beschreibt das Unternehmen nicht.

Der Ansatz erinnert an ein erst vor wenigen Tagen vorgestelltes Vibrationskopfband, bei dem die Vibrationen die übelkeitsverursachenden Bewegungsinformationen im Innenohr überschreiben.

Ein Geschenk an die Industrie

AntVR hat das Kopfband laut eigenen Angaben mit mehr als hundert Probanden in einer virtuellen Achterbahn getestet. Mit Kopfband soll die Fahrt keine oder deutlich weniger Übelkeit verursachen als ohne. “Die Ergebnisse sind sehr positiv”, schreibt das Unternehmen.

Der Brillenhersteller will sich an der Erfindung nicht bereichern, sondern sie “so schnell wie möglich” der gesamten Branche als Universallösung zur Verfügung stellen. Das soll speziell der VR-Spielebranche zum Durchbruch verhelfen.

AntVR stellt sowohl AR- als auch VR-Brillen her und hat demnach großes Interesse daran, dass der Markt insgesamt erfolgreich ist. Bislang steht unter anderem die VR-Übelkeit dem Wachstum noch im Wege. AntVR finanzierte 2018 die AR-Brille “Mix” erfolgreich bei Kickstarter.

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