Die Haptikweste “Ryg” des Herstellers Woojer wurde zwar nicht explizit für die Virtual Reality entwickelt, unterstützt aber VR-Games und -Apps.

Innerhalb weniger Stunden wurde die Haptikweste “Ryg” erfolgreich bei Kickstarter finanziert. Derzeit steht die Kampagne bei rund 130.000 Euro, deutlich über dem Finanzierungsziel über 43.000 Euro. Die Kampagne läuft noch 27 Tage.

Der Erfolg ist wohl damit zu erklären, dass die Haptikweste alle Medienformate unterstützt: Games, Filme, Musik. Ryg wandelt jeden beliebigen Sound in haptische Impulse um, die an insgesamt acht verbaute Vibrationsmotoren übergeben werden – je zwei Sitzen an Brust und Rücken, vier rund um die Hüfte.

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Die Motoren arbeiten angeblich sehr leise und sollen dennoch kräftige Impulse liefern. Sie reagieren im Frequenzbereich zehn bis 140 Hz. Die Technologie ist patentiert.

Spieleentwickler haben über Unity- oder Unreal-Entwicklerkits direkten Zugriff auf die Weste und können so Haptikeffekte unabhängig der Geräuschkulisse übertragen, beispielsweise einen Faustschlag, eine Berührung oder einen Pistolentreffer.

Verbunden wird die Weste über Bluetooth oder einen Klinkenstecker. Eine Akkuladung soll für rund acht Stunden Vibrationsspaß sorgen. Zusätzliche Akkupacks können verbunden werden.

Speziell für VR-Arcades gibt es eine Rucksackaufhängung für tragbare PCs. Gewaschen werden darf die Weste nicht, mit einem feuchten Lappen abwischen ist hingegen ok.

Die Weste ist im Rahmen der Kickstarter-Kampagne ab 550 US-Dollar zu haben. Ausgeliefert werden soll sie ab November 2018.

Der Erfolg von Ryg folgt kurz auf die Geschäftsaufgabe des Startups Nullspace VR, das zuvor ebenfalls eine Haptikweste via Kickstarter mit rund 150.000 US-Dollar erfolgreich finanzierte. Die Westen wurden wie versprochen ausgeliefert, die Gründer machten laut eigenen Angaben allerdings ein dickes Minus. Anders als Woojer richtete sich Nullspace VR explizit an die VR-Zielgruppe.

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