Das russische VR-Startup Anvio VR betreibt seit einigen Monaten erfolgreich eine fortschrittliche VR-Spielhalle mit Ganzkörper-Tracking in Moskau. Jetzt will das Unternehmen in die USA und nach Europa expandieren.

Anvio VR vermeldet Vollzug: In London, Miami und an zwei Standorten in New York baut das Unternehmen neue ortsbasierte VR-Attraktionen auf. Die Halle in London in der belebten Einkaufsstraße Queensway soll im Februar 2018 eröffnen. Außerdem entsteht in Moskau ein zweiter Standort, da die erste Spielhalle ausgelastet ist. Ein dritter Standort in Russland ist für St. Petersburg geplant.

Das Unternehmen ist in Gesprächen zu weiteren Standorten in Europa, darunter Berlin, Frankreich, der Schweiz, im mittleren Osten und in Skandinavien. Anvio VR bietet zusätzlich ein Franchise-System an. Laut dem Gründer Eldar Iskhakov ist das Startup auf Wachstumskurs, seit der Gründungphase hätte sich die Anzahl der Mitarbeiter beinahe verdoppelt.

Die Spielhalle nutzt eine modifizierte Oculus-Rift-Brille in Kombination mit einem Rucksack-PC und einem Highend-Trackingsystem von Optiktrack, das Markierungen an den Händen, Füßen, am Kopf, Rücken und am Zubehör erfasst und Bewegungen in Echtzeit in Virtual Reality überträgt. Diese Ganzkörper-Erfahrung – wenn sie mit entsprechend geringer Latenz funktioniert – hebt das VR-Erlebnis im Vergleich zu VR-Brillen für Zuhause auf ein völlig neues Niveau.

Neuer Inhalt für Familien

Bislang bietet Anvio VR nur eine Virtual-Reality-Erfahrung an, mit möglichst geringer Fallhöhe: Die Spieler schnappen sich Plastikgewehre und räumen gemeinsam eine von Zombies verseuchte Stadt auf. In der Halle in Moskau stehen dafür rund 200 Quadratmeter zur Verfügung. Der Zombie-Shooter bietet rund 45 Minuten Unterhaltung und kostet für vier Spieler umgerechnet circa 125 Euro.

Die zweite VR-Erfahrung soll statt volljähriger Gamer auch Familien ansprechen – Waffen werden hier nicht vorkommen. Eine Abenteuerwelt kann rund 45 Minuten lang erforscht werden und bietet unterschiedliche Wege, sie zu durchwandern. Die dritte VR-Erfahrung wird dann – klar – wieder ein Shooter: diesmal soll es in einem Sci-Fi-Setting in engen Korridoren gegen Aliens gehen.

| Featured Image: Anvio VR

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