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High-End VR-Brille für die Virtual-Reality-Spielhalle *Update*

von Matthias Bastian5. Dezember 2015

Update vom 2. Februar 2016: 

Auf der Ted-Konferenz 2016 in Vancouver am 15. Februar sollen bis zu 1.500 Besucher “The Void” nutzen. Für die Entwickler ist das ein erster Härtetest der neuen VR-Arcade. Außerdem wird die Rapture VR-Brille erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, bisherige Tests fanden immer nur einer herkömmlichen VR-Brille statt.

In der VR-Brille von The Void ist neu eine Leap Motion Handtracking-Kamera eingelassen, die für ein möglichst natürliches Interface die eigenen Hände originalgetreu in die virtuelle Welt übertragen soll. Diese ist allerdings nur eine Zwischenlösung, bis das eigene Trackingsystem ausgereift genug ist. Zusätzlich tragen die Benutzer eine spezielle Weste, die Vibrationen überträgt – von einem leichten Kitzeln bis zu einem kräftigen Schlag soll so auch die physische Komponente glaubhaft simuliert werden. Wir freuen uns auf jede Menge neue Eindrücke von “The Void” ab Mitte Februar.

| VIA: Road to VR

Ursprünglicher Artikel:

Neben der VR-Brille für Zuhause gibt es auch zahlreiche Virtual-Reality-Attraktionen außerhalb der eigenen vier Wände. Eine davon: Die VR-Spielhalle The Void. Für ein besonders immersives Erlebnis bauen die Macher der Halle sogar eine eigene VR-Brille.

Rapture lautet der Namen des Highend-Produkts, die Entwicklung soll laut The Void Gründer Ken Bretschneider rund 250.000 US-Dollar gekostet haben. Im Gegensatz zu Oculus Rift, Playstation VR oder HTC VIVE musste dabei wenig Rücksicht auf den Konsumenten-Markt genommen werden, da die Brille nicht für den Heimgebrauch vorgesehen ist. Beispielsweise muss sie nicht zu einem günstigen Preis verkauft werden und kann auch etwas größer und schwerer sein, als VR-Brillen, die für das Wohnzimmer gedacht sind, da man sie in The Void sowieso nicht länger als 30 bis 60 Minuten trägt. Dadurch konnten die Entwickler mit besonders hochwertigen Komponenten planen.

Das Highlight sind zwei gebogene Displays, die mit 2K pro Auge auflösen und dem Brillenträger ein Sichtfeld von 180 Grad ermöglichen – also ziemlich genau so weit, wie das menschliche Auge auch im echten Leben sieht. Zum Vergleich: Oculus Rift oder HTC VIVE erreichen nur circa 100 bis 110 Grad, Samsungs Gear VR liegt bei 96 Grad. Ein weites Sichtfeld macht die VR-Experience deutlich glaubwürdiger. Genauso wichtig ist räumlicher Klang, der mit binauralem Audio über hochwertige Stereokopfhörer erreicht wird. Auch ein Mikrofon ist integriert, damit man sich mit den Partnern unterhalten kann.

High-End VR-Brille für den VR-Vergnügungspark The Void vorgestellt. Quelle: The Void

High-End VR-Brille für den VR-Vergnügungspark The Void vorgestellt. Quelle: The Void

Bei The Void werden virtuelle Realität und Wirklichkeit miteinander verschmolzen. Die Spieler bewegen sich mit einer VR-Brille auf dem Kopf durch eine rein virtuelle Welt, aber Gegenstände wie eine Wand oder eine Lampe sind auch in der Realität vorhanden und können angefasst und benutzt werden. Sogar Wind, Feuchtigkeit, Kälte oder Wärme werden simuliert. So löst The Void das Problem, dass VR-Experiences bisher völlig ohne Haptik auskommen mussten. Mehr Informationen zu The Void und vergleichbaren VR-Attraktionen, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen sollen, gibt es hier. Jan Keno-Jansen war für die c’t in Utah und konnte The Void antesten: Trotz anfänglicher Skepsis war er danach begeistertet. Allerdings konnte er die selbstentwickelte VR-Brille nicht testen und musste noch mit Oculus Rift DK2 Vorlieb nehmen. Wer tiefer in die Materie einsteigen will, schaut sich ab Minute 50 das untenstehende Video an – dort erklärt Brettschneider die Entwicklung der VR-Brille Rapture im Detail.

Auch die Landmark Entertainment Group arbeitet an einer Art VR-Park, allerdings sind hier nur Konzepte bekannt, keine Details zur technischen Umsetzung. Auch in den 90er Jahren gab es schon VR-Atraktionen in Spielhallen, eine kleine Übersicht gibt es hier.

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| FEATURED IMAGE: The Void