Kaum ein Thema spaltet die VR-Gemeinschaft so sehr wie Virtual-Reality-Filme. Auch in Hollywood wird das neue Format sehr unterschiedlich beurteilt.

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Einige bekannte Regisseure wie Steven Spielberg, Neill Blomkamp oder Jon Favreau sind begeistert von den interaktiven Möglichkeiten und dem immersiven Rundumblick mit der VR-Brille.

Aber es gibt auch kritische Stimmen, von denen eine der Regisseur Steven Soderbergh ist. Er übernahm bei zahlreichen größeren Hollywood-Produktionen die Regie, darunter Filme wie Ocean’s Eleven oder Magic Mike.

Gegenüber Wired sagt Soderbergh, dass längere Erzählformate nicht für die VR-Brille geeignet seien: “Es ist unkomfortabel, so ein Gerät für längere Zeit auf dem Kopf zu tragen.”

Laut Soderbergh sprechen “einige Dinge” gegen Virtual Reality. Neben dem geringen Tragekomfort sei es “fast unmöglich”, sich in eine Handlung einzufühlen, wenn man den Hauptcharakter nicht sehe. “Wir lassen uns ein, indem wir dem Protagonisten in die Augen blicken”, sagt Soderbergh. Ein Schnitt sei nicht möglich.

Eher nur für Spiele geeignet

Soderbergh glaubt, dass Filme einen Teil ihrer Wirkung durch soziales Miteinander entfalten. “Mit anderen Menschen gemeinsam etwas zu schauen für diese ‘Holy Shit’-Momente ist der halbe Spaß.” Mit der VR-Brille sei das nicht mehr möglich. Diese Kritikpunkte sprechen aus seiner Sicht gegen Virtual Reality als Medium für lange Erzählformate.

Der Regisseur sieht die VR-Brille am ehesten bei immersiven Spielen “und so ähnlichen Sachen” im Einsatz. Er wünsche sich, dass er sich kürzer fassen könne, da er dann “wohl eine Menge Geld verdienen” könne.

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| Featured Image: Siebbi bei Flickr. Lizenziert nach CC BY 2.0.

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