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HoloLens: Auch die finale Version mit eingeschränktem Sichtfeld?

von Matthias Bastian19. Juni 2015

Microsoft erstaunte die Öffentlichkeit mit beeindruckenden HoloLens-Demos auf der E3 Messe in Los Angeles. Schon Wochen zuvor auf der hauseigenen Build2015 Entwickler-Konferenz sorgte die Hologramm-Brille für offene Münder. Allerdings äußerten sich Journalisten in den ersten Hands-on-Berichten schnell kritisch: HoloLens funktioniere prinzipiell so wie in den gezeigten Demos, aber mit einem deutlich geringeren Sichtfeld. Anstatt also wie in der Animation ein 3D-Hologramm zu sehen, das den gesamten Tisch ausfüllt, sieht man immer nur einen kleinen Ausschnitt des Gesamtbildes.

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Das eingeschränkte Sichtfeld von HoloLens: Demo und Realität.

Das eingeschränkte Sichtfeld von HoloLens: Demo und Realität.

Nun äußerte sich Microsoft-Manager Kudo Tsunoda zu den Medienberichten und versucht die Erwartungen einzudämmen, dass Microsoft bis zum finalen Release von HoloLens das Problem noch in den Griff bekommt.

Die Hardware ist zwar noch nicht fertig, aber ich denke, wir werden nie das vollständige menschliche Sichtfeld abdecken können. Das aktuelle Sichtfeld von HoloLens ist zwar noch nicht final, aber ich denke, wirklich große Verbesserungen werden wir nicht mehr erleben. Kudo Tsunoda, Microsoft Exec

Die Tatsache, dass sich ein Entscheider von Microsoft in der Öffentlichkeit so äußert, ist wohl ein recht sicherer Hinweis darauf, dass der aktuelle Prototyp und die finale Version eine ziemlich ähnliche Nutzererfahrung bieten werden, inklusive eingeschränktem Sichtfeld. Das macht die Datenbrille zwar nicht überflüssig, trotzdem muss die kritische Frage erlaubt sein, warum Microsoft mit einem deutlich größeren Sichtfeld präsentiert. Die Diskrepanz zwischen PR-Stunt auf der Bühne und finalem Produkt dürfte, ähnlich wie auch schon bei der Bewegungssteuerung Kinect, recht groß ausfallen. Selbst renommierte Entwickler zeigten sich ob dieser Nachricht enttäuscht.

Habt ihr der Story was hinzuzufügen? Dann schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

| IMAGES: Microsoft

 

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